Märkte / Aktien

SMI kann die 8500-Marke halten

Die Schweizer Börse schliesst zum Wochenstart deutlich tiefer. Vor allem die Verluste bei Novartis, Roche und Nestlé fallen ins Gewicht. AMS erholen sich merklich.

(AWP/Reuters/SPU) Die Schweizer Börse ist deutlich leichter in die neue Handelswoche gestartet. Der Swiss Market Index SMI (SMI 9242.12 1.09%) eröffnete nahezu unverändert, gab im frühen Handel aber nach und baute im weiteren Verlauf sein Minus aus. Am Nachmittag unterschritt er kurzzeitig sogar die Marke von 8500 Punkten. Der SMI konnte sich aber bis 17.30 Uhr wieder über dieser Marke festigen und sich vom Tagestief entfernen. Am Freitag hatte der Leitindex 1,7% zugelegt.

Wallstreet startete nach dem Kurssprung vom Freitag freundlich in die neue Woche. So steig der Dow Jones (Dow Jones 25883.25 1.74%) bei Börsenschluss in Europa 0,3%. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2775.6 1.09%) gewann derweil 0,6%. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite avancierte 0,9%.

Schwache Schwergewichte

Im Index der Schweizer Blue Chips bremsten vor allem die Schwergewichte. Die Pharmatitel Novartis (NOVN 90.08 1.1%) und Roche (ROG 272.55 0.68%) verloren deutlich. Auch Nestlé (NESN 89.1 1.18%) büssten ein.

Bei den zyklischen Werten setzte sich kein eindeutiger Trend durch: Der Zementkonzern LafargeHolcim (LHN 47.92 1.05%), der Industriekonzern ABB (ABBN 19.775 1.7%) und die Sanitärtechnikfirma Geberit (GEBN 394.8 0.77%) verloren an Boden. Der Personalvermittler Adecco (ADEN 52.9 1.73%) und das Life-Science-Unternehmen Lonza (LONN 292.4 2.31%) legten zu. Auch die Valoren der Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 284.5 0%) und Richemont (CFR 72.26 1.01%) avancierten.

Credit Suisse (CSGN 11.75 1.29%) gewannen. Die Grossbank hatte sich in den USA geeinigt, eine Schadenersatzklage aussergerichtlich beizulegen, wie die Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag» berichteten.

Die Aktien der UBS (UBSG 12.995 1.96%) avancierten leicht. Die Grossbank hat mit der Suche nach möglichen Nachfolgern für Konzernchef Sergio Ermotti und Verwaltungsratschef Axel Weber begonnen. «Wir sind in einem sehr frühen Stadium dieser Diskussionen», sagte Weber in einem Bloomberg-Interview.

AMS mit Kurssprung – auf tiefem Niveau

Im Plus standen die Papiere von Vifor Pharma (VIFN 128 -0.16%), die positive Studienergebnisse publiziert hatte. AMS (AMS 28.68 -1.78%) stiegen markant. Sie erholten sich damit weiter vom Einbruch vom Donnerstag. Die Österreicher gaben am Montag ausserdem eine Partnerschaft mit dem chinesischen Softwareentwickler Face++ bekannt.

Auf den Verkaufszetteln standen die Aktien von Dufry (DUFN 99.72 1.34%), nachdem Goldman Sachs (GS 198.5 3.1%) die Bewertung mit «Sell» und einem Kursziel von 83 Fr. wieder aufgenommen hatte.

Im breiten Markt sorgten erneut Basilea (BSLN 50.65 -1.55%) für Gesprächsstoff. Das Pharmaunternehmen machte am Morgen – wie schon am Freitag – weitere Aussagen zum Umsatz für 2018. Gemäss provisorischen Zahlen war er über dem ursprünglich erwarteten Wert zu liegen gekommen.

Dätwyler (DAE 148 1.51%) legten zu, nachdem die Analysten der UBS ihr Rating für die Papiere hochgestuft hatten.

Barry Callebaut (BARN 1707 -0.35%) wurden am Berichtstag ex Dividende gehandelt.

Asien in Plus

Die asiatischen Aktienmärkte übernahmen die gute Stimmung zum Wochenausklang an Wallstreet und starteten fester in die neue Woche, unterstützt durch eine weitere Senkung des Mindestreservesatzes durch die chinesische Zentralbank am Freitag. In Tokio verzeichneten der Nikkei 225 (+2,4%) und der breiter gefasste Topix (+2,8%) deutliche Gewinne. In Hongkong notierte der Hang Seng 0,6% im Plus. Auch der Shanghai Composite legte 0,6% zu.

Dollar schwach

Der Greenback schwächelte. So stieg der Euro zum Dollar. Die Gemeinschaftswährung handelte bei Börsenschluss in Europa bei 1.1466 $. Auch zum Franken zeigte sich die US-Währung schwächer. Sie vergünstigte sich auf 0.9811 Fr., wobei sie zwischenzeitlich unter die Marke von 0.98 gerutscht war. Der Euro handelte zur Schweizer Valuta stabil und stand bei 1.1233 Fr.

Gold freundlich, Öl höher

Der Goldpreis stieg und lag bei 1288 $ pro Feinunze. Das Fass Öl (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 66.05 2.37%) legte kräftig zu und kostete bei Börsenschluss in Europa gut 58 $. Marktbeobachter begründeten den Anstieg der Ölpreise unter anderem mit Aussagen des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell. Er hatte am Freitag deutlich gemacht, dass die US-Notenbank Fed bei ihren künftigen Zinsentscheidungen die Sorgen der Finanzmärkte berücksichtigen wird.

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