Märkte / Aktien

SMI schliesst deutlich im Minus

Die Schweizer Börse notiert klar leichter. Swisscom büssen ein. Julius Bär stemmen sich gegen den Trend. Wallstreet gibt nach. Der Dollar liegt weiter über der Frankenparität.

(AWP/Reuters/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt hat deutliche Verluste eingefahren. Der Leitindex Swiss Market Index SMI (SMI 9242.12 1.09%) eröffnete 0,3% tiefer, baute aber im frühen Handel seinen Verlust ab. Am Nachmittag weitete er seinen Verlust jedoch wieder aus und fiel unter die Marke von 9100 Punkten.

Auch an Wallstreet fielen die Kurse. So notierten die drei viel beachteten Indizes in New York bei Börsenschluss in Europa deutlich im Minus. Der Dow Jones (Dow Jones 25883.25 1.74%) verlor 1,1%. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2775.6 1.09%) büsste 1,2% ein, und die Technologiebörse Nasdaq Composite gab 1,4% nach.

Swisscom am SMI-Ende

Die Jahreszahlen von Swisscom (SCMN 447.5 0.02%) und Zurich Insurance (ZURN 322.1 1.35%) wurden unterschiedlich aufgenommen. Noch grössere Verluste verhinderten die unauffälligen Schwergewichten Roche (ROG 272.55 0.68%), Novartis (NOVN 90.08 1.1%) und Nestlé (NESN 89.1 1.18%), die einbüssten, aber weniger stark als der Gesamtmarkt verloren.

Julius Bär (BAER 40.81 3.16%) stiegen nach der definitiven Beilegung des Steuerstreits in den USA. Die anderen Banktitel im SMI um UBS (UBSG 12.995 1.96%) und Credit Suisse (CSGN 11.75 1.29%) konnten derweil ihre anfänglichen Gewinne nicht halten.

Der Versicherer Zurich Insurance hatte insbesondere mit dem Gewinn positiv überrascht. Ausserdem macht er Fortschritte beim Sparprogramm und bezahlt mehr Dividende, was in Investorenkreisen immer gerne gesehen wird.

Swisscom waren die grössten Verlierer im Leitindex. Die Zahlen von Swisscom werden als gewohnt solid bezeichnet. Gegenwind spürte der Telecomkonzern vor allem im Schweizer Kerngeschäft, während dasjenige in Italien gut lief.

Klare Verluste verzeichneten zudem die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 284.5 0%) und Richemont (CFR 72.26 1.01%).

DKSH büssten stark ein

Im breiten Markt fielen ebenfalls nach dem Jahresergebnis DKSH (DKSH 61.25 -1.21%) wegen eines enttäuschenden Umsatzes mit einem klaren Minus auf. Die Ergebnisse und das organische Wachstum seien unter den Erwartungen ausgefallen, und die Probleme im Bereich Consumer Goods seien noch lange nicht gelöst, hiess es dazu unter anderem.

Leonteq (LEON 42.26 -0.33%) verloren, obwohl der Derivatspezialist einen Rekordgewinn vorgelegt hatte. Der Grund für die Kursverluste: Der Start in das neue Jahr war schwach ausgefallen.

AMS (AMS 28.68 -1.78%) setzten ihre Aufholjagd fort. Die massiven Kursverluste vom Dienstag hatten die Aktien des Chipherstellers spielend gutgemacht.

Unter Druck standen Interroll (INRN 1824 -0.22%) nach einer Verkaufsempfehlung durch UBS.

Japanischer Markt mit Verlusten

Die Sorge um rückläufige Unternehmensgewinne drückt auch auf den Aktienmarkt in Japan. Der Nikkei 225 gibt 0,7% nach. Die Börsen in China, Hongkong und Südkorea sind aufgrund von Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahr geschlossen.

Dollar weiter über Frankenparität

Der Eurokurs setzte die Talfahrt der vergangenen Handelstage fort. Die Gemeinschaftswährung handelte leichter bei 1.1355 $. Auch zum Franken büsste sie ein. Sie ging bei Börsenschluss in Europa bei 1.1365 Fr. um. Der Dollar gab zum Franken nach, lag aber mit 1.0009 Fr. weiter der Paritätsgrenze.

Goldpreis über 1300 $

Der Ölpreis büsste deutlich ein. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 66.05 2.37%) kostete bei Handelsschluss in Europa gut 61$. Der Goldpreis lag weiter über der Marke von 1300 $ und notierte um 17.30 Uhr MEZ bei 1310 $ pro Feinunze.

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