Märkte / Aktien

SMI schliesst nahe 9000

Die Schweizer Börse startet mit Gewinnen in die neue Handelswoche. Lonza und Nestlé beflügeln, UBS bremsen. Der Dollar hält Parität zum Franken, der Euro rutscht zeitweise unter 1.19 $.

(AWP/Reuters/SPU) Die Schweizer Börse hat am Montag klar angezogen. Der Swiss Market Index SMI (SMI 8910.54 -0.06%) schloss deutlich höher und arbeitete sich in Richtung der Marke von 9000 Punkten vor. In der Vorwoche hatte der Leitindex rund 0,7% zugelegt.

Auch die Kurse an Wallstreet legten zu Der Dow Jones (Dow Jones 26246.96 0.71%) stieg bei Handelsschluss in der Schweiz 0,8%. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2904.31 0.54%) gewann 0,6%. Der Nasdaq Composite notierte sogar 1% höher.

Nestlé sorgten für Auftrieb im SMI 

In der Schweiz schlossen neunzehn der zwanzig Blue Chips im Plus. Im Fokus standen Nestlé (NESN 79.82 -0.45%): Der Lebensmittelriese und Starbucks (SBUX 55.07 0.92%) formen eine globale Kaffee-Allianz (ALV 187.18 0.26%). Nestlé übernimmt weltweit die Rechte für die Vermarktung der Konsum- und Gastronomieprodukte von Starbucks und zahlt den Amerikanern dafür 7,15 Mrd. $ in bar. Die Nestlé-Aktien eröffneten mit +0,3% zwar freundlich, aber dennoch verhalten. Erst im weiteren Handelsverlauf zogen sie an.

Spitzenreiter im SMI waren Lonza (LONN 326 2.55%). Der Lifesciencekonzern baute damit die Freitagsgewinne aus. Treiber waren der gute Zwischenbericht des Unternehmens und die Prognose für das Gesamtjahr, die Analysten als «leichte Ausblickserhöhung» einstuften. Vontobel (VONN 70.2 0.29%) erhöhte das Kursziel für Lonza von 241 auf 255 Fr. und beliess die Einstufung auf «Hold».

Die Aktien von Novartis (NOVN 81.44 -0.02%) stiegen. Laut einer indischen Zeitung will das indische Unternehmen Aurobindo Pharma Teile des Generikageschäfts der Basler für 1,6 Mrd. $ übernehmen. Bekannt ist, dass Novartis seit Längerem auf der Suche nach strategischen Möglichkeiten in den USA für den Bereich orale Generika ist. Preisdruck macht ihr dort seit Längerem zu schaffen.

UBS (UBSG 15.21 0.73%) bremsten den Index wegen der Dividendenauszahlung. Die Titel der anderen Grossbank Credit Suisse (CSGN 14.705 1.07%) notierten indes fester. Auch Julius Bär (BAER 49.48 0.84%) stiegen klar.

Leonteq zogen an

Im breiten Markt gewannen die meisten Werte. Der Index SMIM (SMIM 2641.483 0.08%) stieg markant. Deutliche Gewinner waren die Aktien des Schliesstechnikers Dormakaba (DOKA 735 1.31%), des Backwarenherstellers Aryzta (ARYN 10.45 2.1%) und des Spezialchemieunternehmens Clariant (CLN 26.6 2.58%). Auch die Tech-Werte um  AMS (AMS 64.94 1.69%), Logitech (LOGN 44.79 -0.51%) und Temenos (TEMN 159.3 0.89%) standen auf der Kaufliste der Anleger.

UBS stufte das Rating für Leonteq (LEON 51.95 -0.1%) von «Sell» auf «Neutral» hoch und erhöhte das Kursziel von 52 auf 54 Fr. Die Aktien des Derivatspezialisten gewannen klar.

OC Oerlikon (OERL 13.52 0.3%) handelten deutlich leichter. Das Industrieunternehmen peilt gemäss Medienberichten einen Börsengang der Getriebesparte Drive Systems an.

Die Aktien des Logistikkonzerns Ceva Logistics (CEVA 19.36 0.21%) machten ihre Einbussen vom Freitag wett und schlossen beim Emmissionspreis von 27.50 Fr. Am ersten Handelstag an der Schweizer Börse hatten Anleger die Papiere auf den Markt geworfen, weil viele im Zuge des IPO mehr Aktien zugeteilt erhielten als erwartet, erklärten Händler.

Leclanché (LECN 1.85 -1.07%) bauten die Freitagsgewinne aus und kletterten deutlich. Der Batteriehersteller sieht sich auf Kurs, bis 2020 ein positives operatives Ergebnis zu erzielen. Bestehende Aufträge sollen im laufenden Jahr 40 bis 50 Mio. Fr. zum Umsatz beitragen.

Asiens Börsen fester

Die asiatischen Börsen notierten insgesamt fester. Zwar stagnierte die Tokioter Börse zum Wochenauftakt: Der japanische Leitindex Nikkei 225 (Nikkei 225 23672.52 1.08%) handelte unverändert. Der breiter gefasste Topix gewann aber 0,1%. Die Chinabörsen stiegen in der Hoffnung auf ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum. Der Shanghai Composite konnte mit einem Plus von 1,2% avancieren. Der CSI300 legte 1,3% zu. Und der Hang Seng in Hongkong notierte 0,1% höher.

Dollar bei 1 Fr.

Der Kurs des Euros zeigte sich zur US-Währung leichter und rutschte zeitweise unter die Marke von 1.19 $. 1.1899 $ entspricht dem niedrigsten Stand seit Dezember 2017. Bei Börsenschluss in Europa kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1.1916 $. Zum Franken lag der Euro stabil bei 1.1950 Fr. Der Dollar wurde derweil 0,5% fester und mit 1.0029 Fr. über Parität gehandelt.

Ölpreis bei 76 $

Öl der Sorte Brent (Brent 78.916 0.25%) kostete pro Barrel (159 Liter) 76 $. Damit steigt der Preis auf ein Dreijahreshoch. Gold handelt stabil bei 1315 $ pro Feinunze.

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