Märkte / Aktien

SMI schliesst klar über 11’600

Die Schweizer Börse setzt ihre Rekordjagd zu Wochenbeginn fort. Roche drehen ins Plus. Auch Lonza klar fester. Nestlé nahe Allzeithoch.

(AWP/SPU) Die Schweizer Börse hat zu Beginn der neuen Woche aufwärts tendiert. Der SMI (SMI 11'866.41 +0.21%) lag bei Eröffnung noch 0,3% im Minus. Über weite Strecken pendelte er um den Schlusskurs vom Freitag. Am Nachmittag drehte er jedoch ins Plus und erreichte die Marke von 11’600. Das bedeutet ein neues Allzeithoch. Der aktuelle Rekord liegt bei 11’640.

Aus New York kamen derweil keine klaren Signale für den hiesigen Handel. Die drei grossen Wallstreet-Indizes tendierten bei Handelsende in Europa seitwärts oder leicht abwärts. Der S&P 500 (S&P 500 4'245.70 +0.18%) büsste 0,2% ein. Der Dow Jones (Dow Jones 34'247.08 -0.67%) verlor 0,3%. Die Technologiebörse, gemessen am Nasdaq Composite, notierte hingegen 0,1% fester. Die Aktien von Biogen (BIIB 407.15 +2.65%) befanden sich nach der positiven Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA über das Alzheimer-Mittel des US-Biotechkonzerns im Aufwind.

Roche beflügelten den SMI

Im SMI schlossen die Aktien des Life-Science-Konzerns Lonza (LONN 664.60 +0.45%) deutlich fester und über der Marke von 600 Fr.

Gebremst wurde der der Markt zunächst von den beiden Pharmaschwergewichten Roche (ROG 341.70 -0.09%) und Novartis (NOVN 83.84 +0.62%). Im Laufe des Handels drehten Roche jedoch klar in die Gewinnzone. Auch Novartis bauten ihre Verluste ab und schlossen in der Gewinnzone.

Zudem legten Zykliker wie ABB (ABBN 31.03 +0.26%), Sika (SIKA 293.80 -0.1%), Geberit (GEBN 669.60 +0.51%) oder Holcim (HOLN 56.56 -0.07%) zu. Die Titel des Zementherstellers profitierten von einer Übernahmewelle in den USA. Nach Martin Marietta tätigt auch der Rivale Vulcan Materials eine milliardenschwere Übernahme.

Auch die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 322.50 -1.16%) und Richemont (CFR 115.10 +0.44%) gehörten zu den Gewinnern.

Die Aktien des Nahrungsmittelmultis Nestlé (NESN 113.82 0%) egalisierten am Montag ihr Allzeithoch von 113.20 Fr.

Finanzwerte fielen kaum auf. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse (CSGN 9.57 -0.29%) und UBS (UBSG 14.62 +0.24%) schlossen etwas leichter. Mit Partners Group (PGHN 1'395.00 +0.54%) legte ein anderer Finanzwert zu. Versicherer waren schwächer als der Markt.

Sonova weiter gesucht

Klar im Plus stand der Hörgerätehersteller Sonova (SOON 326.40 +1.68%). Die Anteile des Dentalimplantatherstellers Straumann (STMN 1'403.50 +0.14%) gewannen ebenfalls.

Belimo (BEAN 414.00 +0.36%) avancierten. Der Klimaspezialist verzeichnete im ersten Semester eine anhaltend starke Nachfrage und erwartet für das erste Halbjahr eine deutliche Steigerung des Umsatzes und der Profitabilität.

Siegfried (SFZN 833.00 +0.91%) hatte nach eigenen Angaben die Folgen der kurz vor Pfingsten erlittenen Cyberattacke inzwischen bewältigt. Ab dieser Woche kann der Pharmazulieferer wieder im gesamten Netzwerk in vollem Umfang produzieren.

Valora (VALN 201.00 -0.99%) verloren nach einem Kommentar der ZKB deutlich. Die Bank warnt vor ernüchternden Halbjahreszahlen. So dürfte die Erholung der Pendlerströme in der Schweiz und Deutschland nur zögerlich eintreten, und die Mieterlasse dürften tiefer als erwartet ausfallen, meinte der Analyst.

Das Biotech-Unternehmen Basilea (BSLN 46.68 +0.04%) präsentierte am Fachkongress Asco positive Daten aus seiner Krebs-Pipeline. So etwa über das End Binding Protein 1 (EB1) bei Hirntumoren und anderen Krebsarten.

Auf den hinteren Rängen waren Aktien von kleineren Biotech-Firmen wie Santhera (SANN 2.94 +0.17%), Addex (ADXN 1.60 0%), Kuros BioSciences (KURN 2.40 0%) und Polyphor (POLN 7.40 +1.37%) gefragt.

Asiens Börsen uneinheitlich

Die asiatischen Börsen boten am Montag ein gemischtes Bild. Investoren wägen die Worte von US-Finanzministerin Janet Yellen ab. Sie sagte, etwas höhere Zinsen seien ein Plus. US-Präsident Joe Biden solle seine Ausgabenpläne durchziehen, auch wenn sie die Inflation noch bis ins kommende Jahr anheizen sollten. Vor allem die Börse in Hongkong reagierte mit Verlusten. Der Hang Seng notierte 0,6% im Minus. Besser hielt sich der Shanghai Composite. In Japan hingegen standen die wichtigsten Indizes leicht im grünen Bereich. Der Nikkei 225 legte 0,3% zu, der Topix 0,1%. Der koreanische Kospi hielzt sich ebenfalls wacker mit +0,2%, in Sydney gab der All Ordinaries leicht nach.

Euro fester

Der Euro arbeitete sich am Montag zum Dollar wieder an die Marke von 1.22 $ heran. Um 17.30 Uhr MESZ kostete die Gemeinschaftswährung zum Dollar 1.2197 $. Der Dollar notierte auch zum Franken schwächer, der Kurs bei Börsenschluss in Europa lautete 0.8970 Fr. Der Euro wurde zum Franken mit 1.0941 Fr. stabil gehandelt.

Brent leichter nach Zweijahreshoch

Der Ölpreis fiel am Montag, zuvor hatte er zweijährige Höchststände markiert. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 73.24 +0.69%) 71.50 $. Der Goldpreis stand wenig verändert bei 1893 $ pro Feinunze.

Bitcoin (Bitcoin 40'382.00 +4.03%) verharrte weiter deutlich unter der Marke von 40’000 $, von der die Cyberdevise in den vergangenen Wochen mehrfach abgeprallt war.

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