Märkte / Aktien

SMI schliesst schwache Woche mit einem Plus ab

Die Schweizer Börse sucht in einem ruhigen Handel über weite Strecken die Richtung. Die Aktien der Banken verlieren. Der Euro fällt zwischenzeitlich unter 1.12 Fr.

(AWP/Reuters/SPU) In einem über weite Strecken ruhigen Handel hat die Schweizer Börse eine klare Handelsrichtung gesucht. Der anhaltende Handelsstreit der USA mit anderen Ländern trübte die Stimmung. Der Swiss Market Index SMI (SMI 8812.61 -1.06%) startete 0,1% tiefer in den Handel, er handelte mehrheitlich leicht im Plus und schloss folglich 0,3% fester. Nach der Publikation des US-Arbeitsmarktberichts rutschte er zwischenzeitlich ins Minus. Am Donnerstag hatte der Leitindex um 0,6% nachgegeben. Damit verbuchte der SMI mit einem Minus von 1,5% die schwächste Wochenentwicklung seit mehr als drei Monaten.

In den USA waren im August deutlich mehr neue Stellen als erwartet geschaffen worden. Die Regierung in Washington meldete 201’000 neue Jobs. Experten hatten mit 191’000 Stellen gerechnet. Dennoch gingen Anleger an Wallstreet in Deckung. Der Dow Jones (Dow Jones 25098.69 -1.24%) und der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2702.5 -1.23%) bewegten sich bei Börsenschluss in Europa etwa seitwärts. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite gewann 0,4%.

SMI: Banken unter Druck

Bei den Schweizer Standardwerten gewannen Lonza (LONN 299.8 -1.74%) am deutlichsten. Die Schwergewichte Nestlé (NESN 83.3 -1.26%) sowie Novartis (NOVN 87.28 -0.43%) und Roche (ROG 246.5 -1.52%) sorgten für Rückenwind. Zudem legten Givaudan (GIVN 2419 -1.35%) und Sika (SIKA 124.2 -1.51%) zu.

Julius Bär (BAER 43.53 -0.09%) gaben ihre Avancen preis. HSBC (HSBA 653.3 -0.34%) hatte die Empfehlung von «Hold» auf «Buy» erhöht. Auch die anderen Bankwerte, namentlich UBS (UBSG 13.575 -0.37%) und Credit Suisse (CSGN 12.32 -0.48%), schlossen tiefer.

Zu den Verlierern gehörten auch die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 305.1 -3.75%) und Richemont (CFR 65.92 -1.58%).

Bei den kleineren Titeln gaben die Aktien der Schliesstechnikfirma Dormakaba (DOKA 690 0.29%) nach. Weitere Industrievaloren wie OC Oerlikon (OERL 11.31 0.27%) notierten schwächer. Credit Suisse hatte das Kursziel auf 16 von 17 Fr. gesenkt. Das Rating lautet «Neutral».

Schmolz + Bickenbach (STLN 0.596 -0.83%) büssten ein. Die US-Tochter A. Finkl & Sons Co hatte einen Vertrag mit der US Air Force verloren.

Die Papiere von Ceva Logistics (CEVA 29.35 0%) sackten ab. Auf einer Investorenpräsentation bestätigte der Logistikkonzern das mittelfristige Ziel einer Ebitda-Marge von mindestens 4%. Im Jahr 2017 erreichte die Gruppe eine Ebitda-Marge von 3,3%.

Derweil legten die Aktien des Backwarenherstellers Aryzta (ARYN 1.346 -3.44%) zu. Auch die Titel des Softwarespezialisten Temenos (TEMN 123.5 -4.19%) gewannen.

Asien mit Abgaben

Die schwachen Vorgaben aus Übersee vom Donnerstag bestimmten den Handel in Asien, wie die Sorgen um die Schwellenländer und den Handelskrieg zwischen den USA und China. In Tokio schloss der Nikkei 225 bei einem Minus von 0,8%. Der Topix büsste 0,5% ein.

Der Hang Seng verlor 0,4%. Chinas Leitindex CSI 300 notierte dagegen bei einem Plus von 0,1%. Der südkoreanische Kospi sank 0,4%, und der australische S&P/ASX 200 lag 0,3% im Minus.

Euro zum Franken tiefer

Der Euro gab nach. Zur US-Währung konnte er die Marke von 1.16 $ nicht halten. Die Gemeinschaftswährung kostete um 17.30 Uhr MESZ 1.1580 $. Zum Franken handelte der Euro schwächer und kostete zeitweise weniger als 1.12 Fr. Bei Börsenschluss in Europa ging er zu 1.1203 Fr. um. Der Dollar legte zum Franken zu. Der Kurs lautete 0.9677 Fr.

Öl leichter

Der Ölpreis zeigte sich nach einem Tag mit spürbaren Verlusten erneut leichter. Das Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gut 76 $. Am Vortag waren die Rohölpreise unter Druck geraten, nachdem das amerikanische Energieministerium einen Anstieg der Vorräte an Ölprodukten wie Benzin und Diesel mitgeteilt hatte. Zudem liegt die US-Erdölförderung weiterhin auf Rekordniveau. Die zugleich gefallenen Rohölbestände traten am Markt in den Hintergrund.

Der Goldpreis pendelte um die Marke von 1200 $. So kostete die Feinunze des Edelmetalls bei Börsenschluss in Europa 1198 $.

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