Märkte / Aktien

SMI taucht zum Wochenschluss

Die Schweizer Börse schliesst unter der Marke von 9300. Luxusgüterhersteller und Banken geben nach. Swissquote brechen ein. Der Ölpreis verliert klar.

(AWP/Reuters/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt hat nach einer insgesamt schwachen Woche am Freitag tiefer geschlossen. Nachdem am Donnerstag zunächst die EZB den Wachstumssorgen der Investoren neue Nahrung gegeben hatte, sorgten am Freitag enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USa sowie die jüngsten Exportdaten Chinas für Schocker.

Der Leitindex Swiss Market Index SMI (SMI 9666.89 0.76%) verlor bei Eröffnung 0,6%. Zwischenzeitlich konnte er sein Minus etwas eindämmen. Doch gegen die Mittagszeit waren die Abgaben wieder markant. Noch deutlicher wurde das Minus am Nachmittag mit der Publikation der US-Konjunkturdaten.

An Wallstreet büssten die drei grossen Indizes ein, auch wenn sie sich bei Börsenschluss in Europa von ihren anfänglichen Tiefständen erholten. Der Dow Jones (Dow Jones 25585.69 0.37%) verlor 0,5%, der breiter gefasste S&P500 gab 0,7% nach. Die Technologiebörse Nasdaq Composite verzeichnete einen Verlust von 0,5%.

SMI-Banken erneut unter Druck

Unter den Schweizer Blue Chips sah das Bild ähnlich aus wie am Donnerstag. Bei den Uhrenherstellern verschärften die schwachen Exportdaten aus China die ohnehin grosse Verunsicherung über die dortigen Absatzmärkte noch weiter, wobei Swatch Group (UHR 270.4 -0.29%) deutlich stärker nachgaben als Richemont (CFR 74.3 0.65%).

Die Aktien der Grossbanken UBS (UBSG 11.835 0.04%), Credit Suisse (CSGN 11.64 0.09%) und Julius Bär (BAER 40.59 -1.34%) knüpften an den schwachen Vortagestrend an. Informationen über den Bankenstresstest der US-Notenbank Fed hatten schon am Donnerstag für schwächere Notierungen gesorgt.

Die Konjunktursorgen setzten speziell Zyklikern wie ABB (ABBN 18.815 0.08%), Adecco (ADEN 56.14 1.15%) und LafargeHolcim (LHN 50.22 0.16%) zu.

Als defensiv geltende Titel wie Swisscom (SCMN 485.5 -0.12%) und Givaudan (GIVN 2646 0.38%) oder die Schwergewichte Nestlé (NESN 99 -0.32%) und Novartis (NOVN 87.25 3.01%) hielten sich besser als der Gesamtmarkt.

Swissquote brachen ein

Die stärksten Kursausschläge fanden aber einmal mehr in den hinteren Reihen statt. Im SMIM (SMIM 2452.864 0.19%) sackten VAT Group (VACN 109.45 0.37%) nach den Jahreszahlen und einem ernüchternden Ausblick ab.

Anleger waren nach dem Rekordergebnis von Swissquote (SQN 37.18 0.92%) erschreckt über den Gewinnausblick der Onlinebank.

Deutlich waren auch die Abgaben bei den volatilen Chipherstelleraktien AMS (AMS 35.88 -0.33%). Zudem büssten die anderen Tech-Werte um Temenos (TEMN 180.75 0.92%) und Logitech (LOGN 37.18 -0.8%) ein.

Euro höher zum Dollar

Der Euro gewann am Freitag nach zuletzt starken Verlusten am Vortag. Die Gemeinschaftswährung handelte zum Greenback bei Börsenschluss in Europa bei 1.1231 $. Gegenüber dem Franken tendierte sie mit einem Kurs von 1.1313 Fr. unverändert. Zum Dollar schwächte sich der Franken ab auf 1.0077 Fr.

Goldpreis fester

Der Ölpreis notierte klar tiefer. Am Markt wurde als Begründung auf jüngste Konjunktursorgen verwiesen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 68.41 1.6%) kostete bei Börsenschluss gut 64 $. Der Goldpreis stieg wieder in Richtung 1300 $. Die Feinunze des Edelmetalls kostete 1298 $.

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