Märkte / Aktien

Börse schliesst im Minus

Schweizer Anleger nehmen Gewinne mit. Wallstreet handelt positiv.

(AWP/Reuters/BB). Der Schweizer Aktienmarkt ging mit Verlusten aus dem Handel. Der Leitindex SMI (SMI 10183.77 2.33%) erreichte 9432,39 Punkten. Der marktbreite SPI (SXGE 12584.39 1.83%) beendete den Tag bei 11525,96 Punkten und der SLI bei 1374, 08 Punkten. Nach der jüngsten Erholung nahmen die Anleger ihre Gewinne mit.

Marktteilnehmer sehen die Coronakrise bei weitem noch nicht überwunden. Ein wichtiger Punkt wäre eine Einigung der europäischen Finanzminister für ein gemeinsames Hilfspaket. Diese wurden allerdings auf morgen vertagt. Dazu kommen immer mehr Unternehmen, die ihre Prognosen kappen oder die geplanten Dividenden streichen.

Im Leitindex SMI hatten es Zykliker und Finanzwerte heute schwer. Am unteren Ende des Tableaus handelten Adecco (ADEN 49.38 5.18%) und ABB (ABBN 20.6 5.1%). Dem Industriekonzern machte das Downgrading von Moody’s zu schaffen. Schlusslicht war heute die Swisscom (SCMN 504 1.35%). Der Telekomkonzern wurde heute allerdings ex Dividende gehandelt.

Zu den Verlieren gehörte auch Givaudan (GIVN 3509 1.15%), trotz eines dynamischen Starts ins laufende Jahr (lesen Sie hier mehr). Analysten erwarten jedoch, dass sich die Corona-Krise nun auch beim Aromen- und Duftstoffherstellerstärker bemerkbar macht – insbesondere in der Luxusparfümerie.

Von den defensiven Schwergewichten kam heute auch keine Unterstützung. Die Pharmakonzerne Roche (ROG 339.1 1.27%) und Novartis (NOVN 82.48 -0.13%) gingen mit Verlusten aus dem Handel. Für Nestlé (NESN 103.86 0.91%) resultierte dagegen ein geringes Plus.

Für Nachrichten sorgten heute vor allem Unternehmen aus der zweiten Reihe. Im breiten Markt gehörten Komax (KOMN 157.1 -0.44%) zu den Verlierern. Das Unternehmen strich die Dividende. Dätwyler beschlossen den Handelstag im Plus. Der Kunststoffspezialist hatte Kurzarbeit und die temporäre Schliessung von vereinzelten Werken angekündigt.

Bossard (BOSN 141.6 0.57%) gaben deutlicher nach als der Gesamtmarkt. Zwar hat das Unternehmen die Markterwartungen für das erste Quartal übertroffen. Die wegen der Corona-Krise gedämpften Industrieaktivitäten, insbesondere in Europa, verheissen aber für das zweite Quartal nichts Gutes.

Gegen den Trend halten sich dagegen die Aktien von Clariant (CLN 18.965 2.88%). Der Konzern hat für das deutsche Bundesland Bayern die Produktion von Desinfektionsmitteln aufgenommen und will in den Anlagen in Gendorf monatlich zwei Millionen Liter herstellen.

Ebenfalls gesucht waren Poenina (PNHO 46.3 0.43%). Die Gebäudetechnik-Gruppe hatte heute Jahreszahlen vorgelegt. Zu den Gewinnern gehörten auch Santhera. Das Spezialitätenpharma-Unternehmen hatte sich erfolgreich dringend benötigte finanzielle Mittel beschafft.

Euro zum Franken etwas leichter

Der Euro reagierte heute mit leichten Verlusten auf den Streit über eine gemeinsame Antwort der EU auf die Corona-Krise reagiert. Zum Zeitpunkt des Börsenschlusses in der Schweiz kostete die Gemeinschaftswährung 1,0877 $. Zum Franken bewegte sich der Euro wenig verändert bei 1,0550 Fr. Der Dollar kostete 0,9702 Fr. um.

Die Ölpreise gaben nach. Ein Barrel der Sorte Brent (Brent 39.14 -1.36%) kostete 31,98 $. WTI (WTI 36.9 1.04%) notiert bei 24,47 $. Die Feinunze Gold (Gold 1696.85 -1.9%) lag mit 1650,26 $ leicht unter ihrem Preis vom Vortag.

Wallstreet eröffnet im Plus

Die wichtigen Indizes an den US-Aktienmärkten handeln zum Zeitpunkt des Handelsschlusses in der Schwez im Plus. Der Dow Jones (Dow Jones 26269.89 2.05%) Industrial handelte im grünen Bereich. Genauso wie der marktbreite S&P 500 (SP500 3122.87 1.36%) und der technologielastige Nasdaq Composite.

 

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