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Schweizer Börse schliesst im Minus

Trotz Zollstreits mit den USA legt China starke Konjunkturdaten vor. Den heimischen Aktienmarkt konnte das nicht positiv bewegen. Die Sanktionen gegen den Iran wiegen schwerer.

(AWP/Reuters/VA) Nach einem freundlichen Vortag gab die Schweizer Börse am Mittwoch Gewinne ab. Der Leitindex SMI (SMI 9609.51 0.29%) und der breite SPI (SXGE 11624.16 0.39%) schliessen im Minus.

Zu den Gewinnern zählten ABB (ABBN 19.12 0.31%), Richemont (CFR 73.76 0.57%), Lonza (LONN 313.9 1.09%), SGS (SGSN 2556 0.63%) und Adecco (ADEN 57.16 1.67%). Abgeben mussten LafargeHolcim (LHN 51.54 0.9%), Roche (ROG 265.7 -0.09%), Geberit (GEBN 453.7 0.07%), Sika (SIKA 155.55 0.19%) und Swisscom (SCMN 490.7 0.55%).

Im breiten Markt standen nach der Veröffentlichung von Halbjahreszahlen Vifor Pharma (VIFN 138.4 1.43%) unter Druck. Daneben verzeichneten DKSH (DKSH 62.4 1.79%) nach einer Herabstufung durch die Analysten von Credit Suisse (CSGN 11.865 -0.17%) Verluste.

Aryzta (ARYN 1.367 -0.47%) handelte mit Abschlägen, nachdem der US-Konkurrenten Hostess Brands eine Gewinnwarnung herausgegeben hatte. Nach guten Halbjahreszahlen konnten Schmolz + Bickenbach (STLN 0.5 -0.2%) erst zulegen, handelten aber in der Verlustzone.

Auch der deutsche Leitindex Dax (DAX 12144.16 0.85%) handelte am Mittwoch im Minus. Anleger hatten erwartet, dass die überraschend starken Konjunkturdaten des wichtigen Handelspartners China stützend wirken würde.

Trotz des Zollstreits mit den USA stiegen die chinesischen Exporte im Juli 12,2% und die Importe sogar 27,3%. Daneben hellten Spekulationen auf ein Konjunkturprogramm der Regierung in Peking die Stimmung der Investoren auf, sagten Aktienhändler.

Importe aus China mit einem Volumen von 16 Mrd. $ würden ab 23. August mit zusätzlichen Zöllen belastet, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten mit. Insgesamt 279 Produktgruppen seien von den Zöllen betroffen. China reagierte mit gleichwertigen Massnahmen.

Seit Dienstag sind zudem die US-Sanktionen gegen den Iran in Kraft. Dem Land ist es nun unter anderem verboten, US-Dollar zu kaufen und mit Gold (Gold 1272.01 -0.46%), Metallen, Kohle (Kohle 67.25 -1.18%) und Industrie-Software zu handeln. Zudem warnte US-Präsident Donald Trump Firmen vor Verstössen gegen die neuen Strafmassnahmen.

Einige Länder, darunter die Schweiz, wollen nicht bei den Sanktionen mitziehen. Unternehmen sind dagegen besorgt. Der Zughersteller Stadler Rail (SRAIL 44.92 1.4%) hat bereits Konsequenzen gezogen.

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