Märkte / Aktien

Korrektur im SMI setzt sich fort

Der Schweizer Aktienmarkt schliesst im Minus. Für Schlagzeilen haben Paketverkäufe von Grossanlegern gesorgt.

(AWP/Reuters/CF) Die Schweizer Börse hat am Mittwoch wie bereits am Dienstag Federn gelassen. Händler erklärten, die Anleger fürchteten sich angesichts von neuen Corona-Einschränkungen und einer möglicherweise bevorstehenden Drosselung der Wertpapierkäufe durch die US-Notenbank vor einer Abkühlung der Weltwirtschaft. Der Swiss Market Index (SMI (SMI 11'789.17 +0.19%)) schliesst im Minus.

Von den zwanzig Standardwerten verbuchten lediglich Zurich Insurance (ZURN 379.80 +0.13%) sowie Swisscom (SCMN 531.40 +0.26%) leichte Kursgewinne. Bei den übrigen 18 Titeln ging es abwärts. Holcim (HOLN 44.66 -1.63%) litten weiter unter Befürchtungen, dass das Verhalten während des Syrien-Krieges dem Zementkonzern Strafzahlungen einbrocken könnte. Partners Group (PGHN 1'613.00 +3.13%) verloren im Zuge von Gewinnmitnahmen. Auch Novartis (NOVN 77.07 -0.18%) ermässigten sich deutlich.

Huber+Suhner (HUBN 71.50 -0.83%) brachen gut 10% ein. Grossaktionär Metrohm hat sein Aktienpaket von 10,6% an dem Hersteller von Elektro- und Optikkomponenten verkauft. Auch die Aktien der Softwarefirma SoftwareOne (SWON 22.75 -1.09%) und des Glasverpackungsherstellers Vetropack (VET 60.60 +0.66%) reagierten auf Paketverkäufe von Grossanlegern mit deutlichen Kurseinbussen.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Deutscher Leitindex nähert sich wieder dem Fünfwochentief

Der deutsche Aktienmarkt hat zur Wochenmitte den Rückwärtsgang eingelegt. Der Dax (DAX 15'348.53 +1.43%) notiert tiefer. Händler verweisen auf negative Vorgaben der US-Börsen und der asiatischen Handelsplätze sowie auf anhaltende Konjunktursorgen. Zudem verhalten sich viele Anleger passiv vor möglichen geldpolitischen Kommentaren und Entscheidungen bei der EZB-Sitzung am Donnerstag.

Die Anteilsscheine von Siemens (SIE 146.02 +2.85%) Energy fallen klar und sind klares Schlusslicht im Dax. Sie geben damit inzwischen über die Hälfte der Erholung seit dem Achtmonatstief Mitte Juli wieder ab. JPMorgan-Analyst Andreas Willi hat seine «Overweight»-Empfehlung für die Aktie gestrichen. Er sieht bei Siemens Energy (ENR 22.89 +2.05%) zwar weiter deutlichen Bewertungsspielraum, fürchtet aber massive Ergebnisrisiken bei Siemens Gamesa, an denen Siemens Energy 67% hält.

Euro fällt

Der Euro hat am Mittwoch nachgegeben und ist in Richtung 1,18 $ gefallen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1803 $. In frühen Handel hatte der Kurs noch bei rund 1,1850 $ gelegen.

Auch zum Franken hat der Dollar an Wert gewonnen und kletterte dabei über die Marke von 0,92 Fr. Aktuell kostet der Dollar 0,9228 Fr, während der Euro wenig verändert zu 1,0895 Fr. gehandelt wird.

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen. Beobachter verwiesen auf die immer noch grösstenteils ausgesetzte Förderung am Golf von Mexiko. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 74.72 +0.47%) 72,39 $. Das waren 70 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 70.52 -0.01%)) stieg um 84 Cent auf 69,19 $.