Märkte / Aktien

SMI schliesst im Minus

Die Schweizer Börse fährt Verluste ein. Im Leitindex haben Zurich Insurance und Adecco Zahlen präsentiert. Der Franken legt deutlich zu.

(AWP/Reuters/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt ist mit einem leichten Minus aus dem Handel gegangen. Der Swiss Market Index SMI (SMI 9571.22 -0.26%) gab bei Eröffnung 0,2% nach und schloss auf diesem Niveau. Am Mittwoch war der Leitindex 0,3% gesunken. Insgesamt verbleibt er in seinem seit zwei Wochen dauernden Seitwärtsmodus.

Sprudelnde Firmengewinne in den USA lockten die Anleger an Wallstreet kaum aus der Reserve. Der US-Standardwerteindex Dow Jones (Dow Jones 26559.54 0.42%) und der breit gefasste S&P 500 (SP500 2905.03 0.16%) lagen bei Börsenschluss in Europa jeweils kaum verändert. Der Nasdaq Composite gewann 0,3%.

Adecco klar schwächer

Die Schweizer Anleger konzentrierten sich auf Firmen, die Ergebnisse vorgelegt haben. Dazu zählten mit dem Personalvermittler Adecco (ADEN 60.06 1.28%) und dem Versicherer Zurich Insurance (ZURN 328.2 0.46%) zwei SMI-Konzerne. Die deutlichsten Gewinne fuhren indes Lonza (LONN 297.4 2.16%) und Sika (SIKA 151.65 -0.07%) ein. Auf der Konjunkturseite blieb der Kalender dünn.

Der Versicherer Zurich Insurance hatte im ersten Semester gut abgeschnitten. Der Gewinn stieg klar und über den Prognosen. Die Aktien bewegten sich leicht nach oben.

Adecco hatte im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht. Der Umsatz stieg. Mit den Zahlen verfehlte der Weltmarktführer die Analystenerwartungen leicht. Die Aktien verloren.

Zu den Gewinnern zählten die Titel der Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 318.8 -0.78%) und Richemont (CFR 76.04 0.37%).

Mit Roche (ROG 263.4 -1.09%) und Novartis (NOVN 77.03 -2.17%) belasteten die Titel der beiden grossen Pharmaunternehmen den Index. Nestlé (NESN 95.85 0.8%) traten mehr oder weniger auf der Stelle.

Die Titel der Valiant (VATN 114 -0.87%) Bank profitierten von den starken Gewinnzahlen im ersten Halbjahr. Die künftige Zurückhaltung im Immobilienmarkt kam gut an.

Evolva (EVE 0.2215 -3.28%) verloren. Das Biotechunternehmen hatte seinen Produktumsatz verdoppeln können und den Verlust reduziert.

Die Aktien von Vifor Pharma (VIFN 132.3 -1.34%) holten einen guten Teil der Verluste des Vortags wieder auf. Credit Suisse (CSGN 13.68 0%) erhöhte das Kursziel auf 200 von 190 Fr. und beliess die Einstufung auf «Outperform». Auch Vontobel (VONN 59.4 -0.25%) zeigte sich optimistischer. Das neue Kursziel lautet 192 Fr. (zuvor 157 Fr.). Die Einstufung blieb auf «Hold».

Zudem fielen Temenos (TEMN 165.9 1.13%) auf. Die Aktien des Genfer Banksoftwarehauses erreichten ein neues Allzeithoch. Aryzta (ARYN 1.418 -1.73%) zeigten eine Gegenbewegung zum derzeit vorherrschenden Abwärtstrend.

Gemischtes Bild in Asien

In Asien notierten die Börsen uneinheitlich. In Tokio lag der Nikkei 225 0,2% im Minus. Der breiter gefasste Topix verlor 0,3%. Trotz einer weiteren Episode im Handelsstreit notierten der chinesische CSI 300 2,6% und der Hang Seng in Hongkong 1,1% höher. Der Kospi (Kospi 2215.92 0.04%) in Südkorea zeigte sich mit einem Minus von 0,1% wenig verändert. Insgesamt legten asiatische Titel (Japan ausgenommen) zu. Der MSCI Asia ex Japan stieg 0,6%.

Euro leichter

Der Euro verlor zum Dollar und zum Franken deutlich. Die Gemeinschaftswährung wurde um 17.30 Uhr MESZ bei 1.1576 $ gehandelt. Auch gegenüber dem Schweizer Franken büsste der Euro klar ein – bis unter die Marke von 1.15 Fr. Er kostete bei Börsenschluss in Europa 1.1470 Fr. Der Greenback verlor zum Franken und ging zu 0.9910 Fr. um.

Ölpreis mit Gegenbewegung

Der Ölpreis stabilisierte sich nach starken Verlusten vom Vortag. Händler sprachen von einer leichten Gegenbewegung. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 71.98 0.39%) kostete bei Börsenschluss in Europa gut 72 $. Am Mittwoch hatte einmal mehr der Handelsstreit zwischen den USA und China die Notierungen stark belastet.

Der Goldpreis hielt sich indes wacker über der Marke von 1200 $. Die Feinunze kostete 1214 $.

Leser-Kommentare