Märkte / Aktien

SMI büsst an Fahrt ein

Die Schweizer Börse hat sich von den Makrodaten wenig beeindruckt gezeigt und schliesst nur leicht über Vortagesniveau.

(AWP/Reuters/CF) Die Schweizer Börse hat am Donnerstag an Schub verloren. Zwar setzte der Swiss Market Index (SMI (SMI 11'995.63 +0.46%)) den Anstieg mit einem leichten Plus fort, büsste im Vergleich zu den jüngsten kräftigen Kursgewinnen aber an Fahrt ein. Die US-Inflation fiel im Mai zwar etwas höher aus als erwartet. Doch Experten gingen davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen weiterhin sehr niedrig halten werde. Die US-Notenbank berät in der kommenden Woche über ihre Geldpolitik.

Aktien aus der Gesundheitsbranche gehörten weiterhin zu den Favoriten der Anleger. Novartis (NOVN 86.16 +0.51%) rückten vor. Der Arzneimittel-Auftragsfertiger Lonza (LONN 644.20 -1.2%) gewannen ebenfalls an Wert. Aufwärts ging es auch für Holcim (HOLN 55.74 +0.98%), der im Windkraftgeschäft mit GE Renewable Energy zusammenarbeiten will.

Kurseinbussen verzeichneten dagegen die Luxusgüter-Firmen. Swatch Group (UHR 318.90 +0.92%) gaben nach, Richemont (CFR 113.60 +1.02%) verloren ebenso. Die Aktien der Biotechfirma Molecular Partners (MOLN 18.26 +0.88%), die im Zuge von US-Börsenplänen am Vortag angezogen hatten, sackten derweil ab.

Relief Therapeutics (RLF 0.20 -6.4%) büssen auch markant ein, nachdem die SIX Exchange Regulation eine Untersuchung wegen einer möglichen Verletzung der Vorschriften zur Ad hoc-Publizität angekündigt hat.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Eurokurs nur wenig bewegt

Nach den jüngsten Kursverlusten tasten sich einige Anleger an die Wall Street zurück. Der breit gefasste Index S&P 500 (S&P 500 4'153.50 -1.61%) stieg zu Beginn 0,7% auf ein Rekordhoch von 4248,62 Punkten. Der Dow Jones (Dow Jones 33'862.10 +1.72%) und der technologielastige Nasdaq legten ähnlich stark zu. Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 4'112.33 +0.71%) sowie Dax (DAX 15'603.24 +1%) schliessen im Plus.

Der Eurokurs hat sich am Donnerstag nach zwischenzeitlichen Schwankungen letztlich kaum von der Stelle bewegt. Weder die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) noch Inflationsdaten aus den USA hinterliessen nachhaltige Spuren.

Die Gemeinschaftswährung kostete am späten Nachmittag 1,2173 $ und notierte damit in etwa so hoch wie in der Nacht zuvor. Das bisherige Tageshoch lag am Nachmittag bei knapp 1,22 $, das Tagestief wurde kurz darauf bei 1,2144 $ erreicht.

Ölpreise fallen von Mehrjahreshochs zurück

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel moderat nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 74.86 +1.68%) 71,75 $. Das waren 47 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 73.73 +2.95%)) fiel um 43 Cent auf 69,53 $.

Noch am Vortag hatten die Ölpreise mehrjährige Höchststände erreicht. Für grundsätzliche Zuversicht sorgt die entspanntere Corona-Lage vor allem in den USA, China und weiten Teilen Europa. Hintergrund sind die meist zügig verlaufenden Impfkampagnen, rückläufige Neuinfektionen und Lockerungen von Beschränkungen des öffentlichen Lebens.

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