Märkte / Aktien

SMI schliesst mit Abgaben

Der Schweizer Leitindex hat sich am Donnerstag auf und ab bewegt.

(AWP/CF) Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach einer Richtung gesucht. Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) sorgte nur für kleine Impulse. Die Notenbank hat die Zinsen wie erwartet unverändert belassen und auch Änderungen beim Notkaufprogramm sind nicht geplant. Die Konjunktur wird etwas weniger pessimistisch bewertet.

Gewinnmitnahmen belasteten am Donnerstag vor allem jene Aktien, die am Vortag stark zugelegt haben, heisst es. So sind bei Swisscom (SCMN 499.2 -0.06%) ein Teil der Gewinne vom Vortag wieder ausradiert worden.

Zu den stärksten Werten unter den Blue Chips gehörten Richemont (CFR 61.42 -3.67%). Goldman Sachs (GS 194 -0.44%) hat das Kursziel für den Uhren- und Schmuckkonzern erhöht und das Rating «Kaufen» bestätigt.

Kurszielanpassungen sorgten auch bei Novartis (NOVN 81.58 -1.63%) und Swatch Group (UHR 210.7 -2.27%) für Gesprächsstoff. Beim Pharmakonzern ist es UBS (UBSG 10.305 -6.15%), die ihre Einschätzung angepasst hat. Die Grossbank hat die Aktie von «Neutral» auf «Kaufen» und das Kursziel von 88 auf 98 Fr. angehoben.

Beim Uhrenkonzern stufte derweil Société Générale (GLE 11.72 -7.63%) das Rating für die Inhaberaktie von «Verkaufen» auf «Halten» hoch und erhöht das Kursziel von 195 auf 217 Fr. Das Abwärtsrisiko für die Schätzungen dürfte sich verringert haben, und das Kursziel spiegle nun keine Abwärtsrisiken mehr, schreibt Analyst Thierry Cota.

Im breiten Markt gehörten Dufry (DUFN 27.74 -9.35%) zu den Gewinnern. Der Reisedetailhändler hat die angekündigte Kapitalerhöhung vorgelegt. Ein Grossteil soll vom Finanzinvestor Advent kommen. Die Aktien steigen derweil über 10%.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Wall Street auf Erholungskurs

Die amerikanischen Börsen bleiben auf Kurs in Richtung ihrer bisherigen Bestmarken. Die Leitindizes Dow Jones (Dow Jones 27147.7 -1.84%), Nasdaq und S&P 500 (SP500 3281.06 -1.16%) stiegen zur Eröffnung um jeweils 1%. Anleger nutzten vorangegangen Kursverluste, um sich billiger mit Aktien einzudecken, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. «Zieht man die hohen Bewertungen in Betracht, kann man hier allerdings kaum von einer Schnäppchenjagd sprechen. Stattdessen ist es der pure Anlagedruck der Investoren und die Alternativlosigkeit der Aktien angesichts einer noch auf Jahre hinaus ultraexpansiven Geldpolitik der Notenbanken.»

Die europäischen Börsen Dax (DAX 12542.44 -4.37%) und Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3160.95 -3.74%) schliessen nach dem EZB-Zinsentscheid wie der hiesige Leitindex im Minus.

Euro über 1.19-$-Marke

Der Euro hat am Donnerstag zum Dollar deutlich zugelegt. Im Tageshoch stieg der Euro in US-Dollar (EURUSD 1.17683 0.05%) auf 1,1917 $. Am späten Nachmittag kostete sie dann wieder etwas weniger.

Der Euro in Franken (EURCHF 1.07681 0.01%) büsst minim Terrain ein und bleibt damit klar unter der Marke von 1,08, die er am Mittwochabend unterschritten hat. Der US-Dollar in Franken (USDCHF 0.91488 -0.05%) wird ebenfalls tiefer gehandelt. Das britische Pfund in Franken (GBPCHF 1.17277 -0.02%) verlor deutlich.

Ölpreis startet nach Vortagesplus nahezu unverändert

Die Ölpreise sind nach der Erholung am Vortag am Donnerstag wieder unter Druck geraten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 41.74 0.19%) kostete im Mittagshandel 40,29 $. Das waren 51 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 39.01 -4.85%)) fiel um 57 Cent auf 37,47 $.