Märkte / Aktien

Schweizer Börse schliesst im Plus

Anleger hielten sich vor wichtigen Terminen zurück. Credit Suisse überzeugten am Investorentag nicht.

(AWP/BB) Die Schweizer Aktienindizes retteten nach Verlusten am Vormittag ihre Gewinne über die Ziellinie und gingen mit einem leichten Plus aus dem Handel. Der Leitindex SMI (SMI 11128.81 0.33%) beendete den Tag auf 10’405,31 Punkten, der SPI (SXGE 13419.95 0.48%) auf 4541,34 Zählern und der SMIM (SMIM 2875.052 0.31%) auf 2710,51 Punkten.

Grundsätzlich war an den Märkten vor der geballten Ladung an wichtigen Terminen über die nächsten Tage hinweg eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. Gespannt warteten die Anleger etwa auf die Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend. Morgen stehen zudem die Wahlen in Grossbritannien, sowie die erste Pressekonferenz der EZB unter der neuen Chefin Christine Lagarde auf dem Programm.

An den internationalen Märkten stand Saudi Aramco im Fokus. Bei ihrem Börsendebut stiegen die Papiere des weltgrössten Ölkonzerns im Tagesverlauf um 10% über ihren Ausgabepreis.

Im Fokus standen heute Credit Suisse (CSGN 13.455 0.49%). Die Grossbank konnte Anleger an ihrem Investorentag nicht überzeugen. Wenig Neues, ihre Profitabilitätsziele nahm die Bank zurück. Marktteilnehmer hatten dies bereits erwartet, Anleger zeigten sich deshalb wenig bewegt.

Auf der Gewinnerseite waren Schindler (SCHP 242.1 -2.77%) zu finden. Der Lifthersteller profitierte davon, dass die Wahrschenlichkeit für einen Börsengang des Aufzugsgeschäfts von ThyssenKrupp (TKA 11.19 0.31%) steigt und die Sparte nicht von einem Konkurrenten übernommen wird. Gesucht waren ebenfalls Sika (SIKA 186.5 0.84%) und ABB (ABBN 23.79 -0.29%). Der Industriekonzern profitiert von positiven Einschätzungen durch Analysten, die auf den neuen CEO Björn Rosenberg warten.

Nur leicht im Plus schlossen derweil die Pharmaschwergewichte Roche (ROG 340.6 -1.2%) und Novartis (NOVN 95.62 -0.21%), während Obseva ein wahres Wechselbad der Gefühle durchlebten. Seitdem sich der Kurs aufgrund des Scheiterns einer Studie mit dem wichtigsten Produkt – dem Fruchtbarkeitsmittel Nolasiban – Anfang November mehr als halbiert hat, findet der Titel keine Ruhe.

Die grössten Abgaben verzeichneten jedoch bereits wie seit Anfang Woche AMS (AMS 42.16 -3.3%). Investoren sorgen sich, dass der Sensorspezialist sich mit der Übernahme des Lichtkonzerns finanziell übernehmen könnte.

Euro uneinheitlich

Der Eurokurs hat sich am Mittwoch vor dem Zinsentscheid der amerikanischen Notenbank wenig bewegt. Zum Zeitpunkt des Handelsschlusses an den europäischen Börsen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1093 $. Zum Franken zog der Euro dagegen mit 1,0936 Fr. leicht an. Auch der US-Dollar handelte mit 0,9858 Fr. etwas stärker.

Ölpreise unter Druck

Die Ölpreise haben heute mit Verlusten auf einen Anstieg der Ölreserven in den USA reagiert. Die Erdölförderung der USA bewegt sich seit längerem auf Rekordniveau.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 57.12 1.87%) kostete am Abend 63,45 $. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 51.9 1.39%)) fiel auf 58,58 $.

Der Preis für die Feinunze Gold (Gold 1583.83 0.5%) kletterte heute etwas höher und bewegte sich am Abend bei 1471,21 $.

 

Wallstreet handelt uneinheitlich

Wallstreet startet uneinheitlich. Der S&P 500 (SP500 3380.16 0.18%), sowie der techn0logielastige Nasdaq starteten im Plus. Der Dow Jones (Dow Jones 29398.08 -0.09%) nahm den Handel dagegen mit Verlusten auf. Zu den Verlierern gehört Boeing (BA 340.49 -0.68%). Dem Chef der US-Luftfahrtaufsicht zufolge wird der Unglücksflieger 737 MAX in diesem Jahr keine Starterlaubnis mehr erhalten.