Märkte / Aktien

SMI geht nach Sprung über 9900-Marke die Luft aus

Der Leitindex der Schweizer Börse markiert nach einem ruhigen Start ein neues Allzeithoch, schliesst aber unverändert. An der Wallstreet steigen die Kurse.

(AWP/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag in seinem Rekordlauf noch eine Schippe draufgelegt, ist bis Handelsschluss aber von seinem neuen Höchststand zurückgewichen. Seit Monatsbeginn hat der Swiss Market Index (SMI (SMI 10385.74 0.19%)) lediglich an einem Handelstag minim nachgegeben. Der SMI notierte bei Eröffnung mit –0,1% wenig verändert. Im frühen Handel markiert er erneut ein neues Allzeithoch bei 9902 Punkten. Im Verlauf ebbte der Schwung allerdings etwas ab, der SMI gab seine Avancen her und schloss nahezu unverändert. «Es sind ganz klar die Notenbanken, welche die Märkte stützen», sagte ein Händler in Zürich. Diese wollten offenbar auf «Biegen und Brechen» verhindern, dass die Investoren nervös würden. Dass die Marke von 10000 Punkten falle, sei nur eine Frage der Zeit.

An der Wallstreet waren die Anleger eher optimistisch gestimmt. Alle drei grossen Indizes in New York handelten bei Börsenschluss in Europa im Plus, dämmten ihre Gewinne aus dem frühen Handel jedoch ein. Der Dow Jones (Dow Jones 27811.35 -0.44%) gewann leicht 0,1%. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 3107.15 -0.42%) stieg 0,2%. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite avancierte 0,4%.

SMI-Pharmatitel stark

Vor allem die Pharmaschwergewichte um Roche (ROG 302.75 0.28%) und Novartis (NOVN 89.86 0.73%) stützten den Schweizer Leitindex. Roche legten nach einer Meldung über gute Studiendaten zu. Verluste bei Nestlé (NESN 104.3 0.21%) bremsten den SMI jedoch.

Gewinne verzeichneten konjunktursensitive Aktien wie LafargeHolcim (LHN 51.54 -0.12%), Sika (SIKA 171.65 -0.2%) oder Adecco (ADEN 61.38 0.1%).

Die Aktien des Banken UBS (UBSG 11.98 -0.13%) und Credit Suisse (CSGN 12.975 0.15%) fielen mit Verlusten auf. Zudem büssten die Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 278.4 0.8%) und Richemont (CFR 75.62 0.72%) ein. Nach den jüngsten Avancen gaben Lonza (LONN 335.7 0.96%) nach.

Sonova weiter gesucht

Auch im SMIM (SMIM 2677.684 0.12%) neigten die Gesundheitstitel zur Stärke. Sonova (SOON 219.7 1.2%) erreichten ein neues Allzeithoch. Auch Straumann (STMN 916 0.5%) und Vifor Pharma (VIFN 162.95 0.96%) wiesen Gewinne aus, drehten jedoch ins Minus. Zudem notierten die Finanzwerte um Julius Bär (BAER 46.45 -0.02%) und GAM (GAM 2.824 -1.47%) fester.

VAT Group (VACN 140.25 -3.41%), die Aktien des Vakuumventileherstellers, zeigten die grössten Verluste im SMIM.

Im breiten Markt gaben Ascom (ASCN 10.02 0%) nach. CEO Holger Cordes hatte sich zwar in einem am Morgen publizierten Interview grundsätzlich zuversichtlich gezeigt, mit Blick auf das längerfristige Margenziel von 20% aber um Geduld gebeten.

U-Blox (UBXN 86 -1.38%) zogen kräftig an. Die Aktien wurden von einer positiven Analystenstudie der ZKB getrieben.

Idorsia (IDIA 25.4 4.79%) erhielten von positiven Studienergebnissen zu einem Schlafmittel leichten Rückenwind und Stadler Rail (SRAIL 48.54 0.12%) von einem weiteren Auftrag für sechzehn Flirt-Züge aus Deutschland.

Asien

An den asiatischen Börsen sorgte der Handelskonflikt zwischen den USA und China weiter für Verwerfungen. An der grössten asiatischen Börse in Tokio sank der Nikkei 225 um 0,5%. Zwischen den USA und Japan gibt es ebenfalls noch ungeklärte Handelsfragen. Der südkoreanische Kospi gab 0,6% nach. Im Land wurden bereits Pläne für ein Konjunkturprogramm gewälzt. In China stieg der Shanghai Composite 0,2%, während der Hang Seng in Hongkong 0,8% verlor. In der Sonderverwaltungszone waren Proteste gegen das Auslieferungsgesetz eskaliert.

Euro schwächer

Der Kurs des Euros gab nach. Die Gemeinschaftswährung handelte zur US-Valuta leichter bei 1.1272 $. Gegenüber dem Franken verlor der Euro ebenfalls und stand um 17.30 Uhr MESZ bei 1.1211 Fr. Der Dollar notierte zur Schweizer Valuta unverändert bei 0.9947 Fr.

Ölpreis mit Aufwärtsbewegung

Der Ölpreis reagierte am Donnerstag mit einem starken Anstieg auf Meldungen über einen Angriff auf ein Tankschiff. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 62.61 3.11%) kostete bei Börsenschluss in Europa knapp 62 $. Gold (Gold 1473.06 0%) handelte wenig verändert bei 1338 $ pro Feinunze.

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Leser-Kommentare

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Ulrich Waldispühl 13.06.2019 - 18:44

U-Blox sind nicht in Thun zuhause. Da war wohl Meyer-Burger gemeint.

Frank Heiniger 14.06.2019 - 10:50

Sehr geehrter Herr Waldispühl
Da haben Sie natürlich völlig recht. Herzlichen Dank für den Hinweis!
Beste Grüsse,
Frank Heiniger