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Schweizer Aktien weiten Verluste zum Wochenschluss aus

Schwache US-Börsen getrieben von Inflationsängsten liessen auch hierzulande die Kurse purzeln.

(AWP/RB) Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenschluss erneut schwach präsentiert. Nach einem kurzen Aufbäumen im Nachmittagshandel, bröckelten die Kurse bis zum Handelsschluss. Am Ende ging es tiefrot ins Wochenende. Die 20 Schwergewichte im Leitindex SMI (SMI 12'355.54 -1.63%) schlugen sich dabei noch besser als der auf 30 Titel erweiterte Swiss Leaders Index SLI oder der breite SPI (SXGE 15'666.10 -1.63%) ohne die Schwergewichte.

Die Schweizer Börse folgt den negativen Vorgaben aus den USA, wo Äusserungen von Notenbankvertretern neue Zinssorgen geweckt hatten. Sie hatten sich für eine zeitnahe Anhebung des Leitzinses ausgesprochen. «Die Zinswolken haben sich eindeutig verdunkelt», sagt ein Händler.

Am Freitag wurden ausserdem enttäuschend schlechte US-Konjunkturdaten publik. (Lesen Sie hier mehr.) Die wichtigsten US-Indizes eröffneten klar im Minus, nachdem sie bereits am Donnerstag Verluste verzeichnet hatten. Am Montag bleiben die Börsen in den USA am Martin Luther King Day geschlossen.

Partners Group gegen den Trend fester

Partners Group (PGHN 1'303.00 -3.45%), die den SMI zum Handelsbeginn noch angeführt hatten, wurden im Verlauf des Tages in die hintere Tableau-Hälfte durchgereicht. Der auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter hat im vergangenen Jahr Kapitalzusagen von Kunden von 25 Mrd. $ erhalten, nach 16 Mrd. im Vorjahr. Das ist mehr, als Analysten erwartet hatten, und auch mehr, als das Unternehmen selbst in Aussicht gestellt hatte. (Lesen Sie hier mehr.) Die Analysten der CS sprechen von einem aussergewöhnlich guten Jahr.

Nur Logitech (LOGN 70.54 -5.54%) und Roche konnten klare Gewinne ins Wochenende retten. Swisscom (SCMN 518.40 -0.42%) und Alcon (ALC 71.20 -2.04%) wiesen ein kleines Plus auf. Von den defensiven Schwergewichten hinkten Novartis (NOVN 79.87 -1.87%) und Nestlé (NESN 121.04 -0.13%) für einmal Roche hinterher. Diese hatte in den vorangegangenen Tagen Abgaben verbucht.

Gewinner des Vorjahres wie Sika (SIKA 327.40 -2.41%), Givaudan (GIVN 4'149.00 -1.00%), ABB (ABBN 33.58 -2.36%), Lonza (LONN 642.40 -2.25%) und Geberit (GEBN 641.80 -0.90%) standen erneut unter besonderem Druck. Bei dem auf dreissig Titel erweiterten SLI betraf dies Kühne + Nagel (KNIN 261.30 -3.22%), Sonova (SOON 323.30 -2.24%), Straumann (STMN 1'542.50 -3.80%), Schindler (SCHP 232.00 -1.78%) und Temenos (TEMN 110.95 -3.14%). Abgaben verzeichneten zunächst auch die Technologiewerte AMS Osram (AMS 15.41 -3.14%) und Logitech. Beide drehten danach jedoch ins Plus.

Am breiten Markt kam es zu Gewinnmitnahmen in Inficon (IFCN 1'116.00 -3.79%), obschon sie die Erwartungen bei den vorläufigen Geschäftszahlen für 2021 übertroffen hatten. (Lesen Sie hier mehr.) CPH musste wegen der sinkenden Nachfrage nach Zeitungspapier 150 Mio. Fr. auf das Anlagevermögen abschreiben. (Lesen Sie hier mehr.)

Öl legt zu

Bei den Währungen verbilligte sich der Euro gegenüber dem Franken, der Dollar verteuerte sich. Am Abend wurde 1 € etwas über 1.04 Fr. gehandelt, der Dollar hatte sich ein wenig von 0.91 Fr. wegbewegt. Gold und Silber (USD/XAG 24.24 -0.95%) drehten nach anfängliche leichten Gewinnen in die Verlustzone.

Die Ölpreise haben am Freitag zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete gegen Abend 85.20 $. Das waren knapp 0,9% mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WBS 84.64 -2.62%)) stieg rund 1% auf 83 $. Die Ölpreise bauten so ihre jüngsten Gewinne aus und fuhren den vierten Wochengewinn in Folge ein. Die Preise näherten sich ihren Mehrjahreshochs aus dem Oktober 2021.

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