Märkte / Aktien

SMI schliesst auf 9000-Marke

Die Schweizer Börse beendet den Handel kaum verändert. Sika sorgen erneut für Auftrieb. Auch die Pharmatitel legen zu. Finanzwerte belasten. Wallstreet avanciert.

(AWP/Reuters/SPU) Die Schweizer Börse ist stabil in die neue Handelswoche gestartet. Zwar stieg der Swiss Market Index SMI (SMI 8769.45 -0.49%) bei Eröffnung 0,2% über die psychologisch und technisch wichtige Marke von 9000 Punkten. Doch trotz zwischenzeitlicher Avancen über die 9000-Marke gab der SMI im weiteren Handelsverlauf seine Gewinne her. Nach fünf Wochen Aufwärtstrend sei eine Verschnaufpause angezeigt, sagten Händler. Die Stimmung bleibe aber dank schwindender politischer Risiken gut.

Denn Spekulationen auf eine Entspannung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit gaben der Börse in New York Rückenwind. Der Dow Jones (Dow Jones 24465.64 -2.21%) mit den Standardwerten stieg bei Börsenschluss in Europa 0,6%. Der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2641.89 -1.82%) legte 0,35 zu, und der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite avancierte 0,5%.

Sika an der Spitze

Nach starken Gewinnen am Freitag zogen Sika (SIKA 121.1 -2.5%) erneut an. Credit Suisse (CSGN 11.76 -4.55%) nahm die Beilegung des jahrelangen Rechtsstreits als Anlass, das Rating für die Aktien des Bauchemiespezialisten auf «Outperform» von «Neutral» hochzustufen und das Kursziel auf 9400 von 8000 Fr. zu erhöhen. Vontobel (VONN 57.4 0%) schraubte das Kursziel derweil auf 9500 Fr. hoch (zuvor 8750 Fr.).

Novartis (NOVN 88.08 0.92%) avancierten. Der Pharmakonzern kann sein Multiple-Sklerose-Medikament Gilenya künftig breiter einsetzen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte das Mittel auch zur Behandlung von Kindern mit der schubförmigen Ausprägung der Nervenerkrankung freigegeben.

Rivale Roche (ROG 247.55 0.43%) will auf dem Jahrestreffen der World Federation of Hemophilia (WFH) vom 20 bis 24. Mai in Glasgow neue Daten zu seinem Medikament Hemlibra gegen die Bluterkrankheit präsentieren.

Auch die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont (CFR 64.9 -1.55%) und Swatch Group (UHR 299.8 -1.74%) handelten fester. HSBC (HSBA 643.8 -1.45%) hatte die Richemont-Titel auf «Buy» von «Hold» und das Kursziel auf 114 von 94 Fr. angehoben. Der Luxusgüterhersteller veröffentlicht am Freitag die Bilanz für das Geschäftsjahr 2017/18.

Givaudan (GIVN 2410 -0.37%) gaben nach. Die Genfer haben den Kauf der Ernährungssparte der brasilianischen Centroflora abgeschlossen. Centroflora Nutra ist ein Anbieter von natürlichen Extrakten für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie.

Abwärts ging es unterdessen nach der starken Vorwoche für Finanzwerte wie Credit Suisse, UBS (UBSG 13.26 -2.32%), Zurich Insurance (ZURN 302 -1.05%) und Swiss Re (SREN 87.5 -1.15%). Hier hoben Händler hervor, dass Finanzwerte europaweit schwach seien. Kritische Aussagen eines Hedgefondsmanagers über die Deutsche Bank (DBK 8.153 -4.8%) sorgten für eine gewisse Verunsicherung.

Dividendenabgänge wirken belastend

Der Index der mittelgrossen Werte, der SMIM (SMIM 2217.891 -1.16%), gab nach. Auf der Gewinnerseite waren die Aktien des Telecomkonzerns Sunrise (SRCG 85.85 -0.81%) und des Spezialchemieunternehmens Ems-Chemie (EMSN 536.5 -0.83%) zu finden.

Logitech (LOGN 32.4 -2.09%) profitierten leicht von einer Analystenempfehlung. Credit Suisse erhöhte das Kursziel für die Aktien auf 48 von 45 Fr. und beliess die Einstufung auf «Outperform».

Die Titel des Solarzulieferers Meyer Burger (MBTN 0.612 0.66%) gewannen leicht. Die Thurner verkaufen den Geschäftsbereich Solarsysteme an Patrick Hofer-Noser.

Die Aktien des Immobilienentwicklers Orascom (ODHN 14 2.19%) zählten zu den stärksten Gewinnern.

Klar im Minus lagen die Aktien des Pharmaunternehmens Galenica (GALE 49 -0.57%) (1,65 Fr. pro Aktie) und des Vermögensverwalters Partners Group (PGHN 666 -0.82%) (19 Fr. pro Aktie). Beide Titel handelten heute mit einem Dividendenabschlag.

Asien im Plus

Die asiatischen Aktienmärkte startetn gut in die neue Woche. Die meisten Börsenplätze verzeichneten steigende Kurse. In Tokio avancierte der Nikkei 225 0,5%, während der breiter gefasste Topix 0,6% zulegen konnte.

Der Hang Seng in Hongkong kletterte gar um 1,1%. Der Kospi in Südkorea notierte praktisch unverändert, während der australische Leitindex S&P/ASX 200 0,2% gewann.

Euro stärker

Der Euro arbeitete sich wieder an die Marke von 1.20 $ heran. Die Gemeinschaftswährung kostete um 17:30 Uhr MESZ 1.1970 $. Zum Franken notierte der Euro bei 1.1945 Fr. Der Kurs zeigte sich nach zwischenzeitlichen Avancen stabil. Der Dollar pendelte zur Schweizer Währung lange um den Paritätskurs, verlor bei Börsenschluss in Europa jedoch und lag bei 0.9972 Fr.

Ölpreis fester

Der Ölpreis stabilisierte sich auf dem Niveau seines in der vergangenen Woche erreichten Höchststands. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete bei Börsenschluss in Europa knapp 78 $. Der Goldpreis handelte stabil. Die Feinunze des Edelmetalls lag bei 1321 $.

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