Märkte / Aktien

SMI geht stabil ins Wochenende

Der Schweizer Aktienmarkt notiert am letzten Handelstag der Woche unverändert. Nestlé und Roche sowie die Banken verlieren. AMS und Dufry legen zu.

(AWP/Reuters/SPU) Die Schweizer Börse ist am Freitag nicht von der Stelle gekommen. Im Fokus der Anleger standen unverändert der Brexit und die chinesisch-amerikanischen Handelsgespräche. Nach dem Votum des britischen Parlaments für die Verschiebung des EU-Austritts hofft Premierministerin Theresa May nun auf einen Erfolg für ihr Brexit-Abkommen im dritten Anlauf.

Der Leitindex Swiss Market Index SMI (SMI 9571.22 -0.26%) stand bei Eröffnung nahezu unverändert. Im Vormittagshandel änderte sich daran nichts, der SMI befand sich lange auf Richtungssuche. Am Nachmittag rutschte er hingegen etwas ab, dämmt im späten Handel aber das Minus wieder ein und schloss letztlich, wo er am Morgen den Handel aufgenommen hatte.

In New York handelten die drei grossen Indizes derweil klar fester. Der Dow Jones (Dow Jones 26559.54 0.42%) gewann bei Börsenschluss in Europa 0,7%, auch der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2905.03 0.16%) avancierte 0,7%. Noch deutlicher im Plus stand der Nasdaq Composite mit Avancen von 1%.

SMI-Banken belasteten

Der Schweizer Leitindex wurde vor allem durch die Grossbankaktien und die defensiven Papiere zurückgebunden. UBS (UBSG 13.44 0.6%) gaben nach. Die Bank hatte wegen nochmals erhöhter Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten die Gewinnzahlen nach unten revidiert. Auch die Aktien von Credit Suisse (CSGN 13.68 0%) und Julius Bär (BAER 48.02 2.08%) büssten ein.

Unter Verkaufsdruck waren auch die defensiven Schwergewichte Roche (ROG 263.4 -1.09%) und Nestlé (NESN 95.85 0.8%). Von anderen defensiven Werten gingen ebenfalls keine Impulse aus. So bewegten sich Swisscom (SCMN 471.2 0.58%) und Givaudan (GIVN 2565 0.39%) in einer engen Spanne.

Ganz anders Novartis (NOVN 77.03 -2.17%). Das Pharmaschwergewicht zog zusammen den Versicherern um Swiss Re (SREN 102.85 0.15%), Zurich Insurance (ZURN 328.2 0.46%) und Swiss Life (SLHN 475.4 0.74%) den Leitindex nach oben.

Die Luxusgüterhersteller Richemont (CFR 76.04 0.37%) und Swatch Group (UHR 318.8 -0.78%) gaben erneut ein uneinheitliches Bild ab.

Dufry erneut mit klarem Plus

Im SMIM (SMIM 2549.951 0.55%) setzten die Aktien des Reisedetailhändlers Dufry (DUFN 104.3 0.1%) ihren Anstieg fort, nachdem sie bereits gestern nach der Publikation der Geschäftszahlen deutliche Gewinne verbucht hatten. Baader Helvea stufte sie von «Hold» auf «Buy» hoch.

Allen voran die volatilen Papiere des Chipherstellers AMS (AMS 35.01 -0.99%) zogen an. Vifor Pharma (VIFN 132.3 -1.34%) legten nach dem gestrigen Kurssprung von fast 8% eine Verschnaufpause ein.

Am breiten Markt notierten die Valoren von U-Blox (UBXN 88.5 6.76%) nach einem starken Start leichter. Der Spezialchiphersteller hatte im vergangenen Jahr einen markanten Gewinnrückgang verzeichnet. Ein Grund dafür seien die geringeren Bestellungen durch Kunden in Asien.

Avancen in Asien

An den asiatischen Börsen machten die meisten grossen Indizes Boden gut. In Tokio avancierte der Nikkei 225 rund 1%. Der chinesische Shanghai Composite legte 0,6% zu, der Hang Seng in Hongkong 0,8%. Peking werde nicht zulassen, dass sich die Wirtschaft zu stark abkühle, wiederholte Chinas Premier Li Keqiang.

Euro fester

Der Euro legte vor dem Wochenende insgesamt etwas zu. So kostete die europäische Gemeinschaftswährung zum Greenback 1.1325 $ und notierte damit bei Börsenschluss in Europa höher. Zum Franken tendierte sie mit 1.1357 Fr. ebenfalls fester. Der Dollar handelte zum Franken auf einem Kurs von 1.0028 Fr.

Goldpreis höher

Der Ölpreis fiel klar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 71.98 0.39%) kostete bei Börsenschluss in Europa gut 66 $. Der Goldpreis stieg wieder über die Marke von 1300 $ und notierte bei 1302 $ pro Feinunze.

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