Märkte / Aktien

SMI schliesst im Plus

Die Schweizer Börse verzeichnet Gewinne, Wallstreet notiert schwächer. Der Dividendenabgang bei Nestlé belastet. Alcon steigen. Hochdorf legen zu.

(AWP/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Montag freundlich gezeigt. Allerdings lastete auf dem wichtigsten Schweizer Aktienindex SMI (SMI 9571.22 -0.26%) der Dividendenabgang von Nestlé (NESN 95.85 0.8%). Der SMI verlor bei Eröffnung 0,2%. Im frühen Handel drehte er ins Plus und stieg über 9500. Im weiteren Handel baute er zwar einen Teil seiner Avancen ab, konnte sich aber über der vielbeachteten Marke halten.

An Wallstreet zeigten sich die Anleger zurückhaltend. Bei Börsenschluss in Europa notierten die drei grossen Indizes in New York mit Verlusten. Der Dow Jones (Dow Jones 26559.54 0.42%) verlor 0,2%. Auch der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2905.03 0.16%) gab 0,2% nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite verzeichnete ein Minus von 0,3%.

Nestlé bremsten den SMI 

Von den zwanzig SMI-Werten verloren Nestlé (ex Dividende von 2.45 Fr.) am deutlichsten. Die anderen beiden Schwergewichte – Novartis (NOVN 77.03 -2.17%) und Roche (ROG 263.4 -1.09%) – zeigten sich wenig bewegt.

Die Titel der Grossbanken Credit Suisse (CSGN 13.68 0%) und UBS (UBSG 13.44 0.6%) legten ebenfalls zu. Auch Börsenneuling Alcon (ALC 55.91 -3.35%) verzeichnete klare Avancen. Die Valoren profitierten von einer positiven Einschätzung durch das US-Brokerhaus Jefferies mit Kursziel 70 $. Nach einer positiven Erwähnung im bekannten US-Anlegermagazin Barron’s berichteten Händler gemäss AWP von Kaufimpulsen aus dem amerikanischen Raum.

Gewinner bei den SMI-Werten waren auch ABB (ABBN 21.16 -0.19%). Der Technologiekonzern hat einen neuen grossen Aktionär. Die US-Investmentfirma Artisan Partners hält gemäss einer Beteiligungsmeldung der Schweizer Börse SIX einen Anteil von 3,03% an ABB. Der neue Aktionär fordert im Gespräch mit FuW, ABB solle sich nicht weiter aufspalten.

Ansonsten erholten sich Lonza (LONN 297.4 2.16%) von den klaren Verlusten vom Freitag. Die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont (CFR 76.04 0.37%) und Swatch Group (UHR 318.8 -0.78%) gaben ein gemischtes Bild ab.

VAT und Inficon durch HSBC belastet

Im SMIM (SMIM 2549.951 0.55%) avancierten die Aktien der Industriekonzerne Georg Fischer (FI-N 1053 1.64%), OC Oerlikon (OERL 13.52 1.65%) und Schindler (SCHP 220.2 0.23%).

Schwächer präsentierten sich VAT Group (VACN 121.75 3.09%). HSBC (HSBA 667 0.17%) senkte das Rating für die Aktien des Vakuumventilherstellers im Rahmen einer Branchenstudie von «Buy» auf «Reduce» und reduzierte das Kursziel von 120 auf 102 Fr. VAT legt morgen Dienstag die Zahlen zum ersten Quartal vor.

Auch Inficon (IFCN 577 1.23%) gaben aufgrund der Studie nach. Bei Inficon hatte HSBC das Rating von «Buy» auf «Hold» und das Kursziel von 590 auf 575 Fr. gesenkt. Das Unternehmen informiert am Mittwoch über den Jahresstart.

Vifor Pharma (VIFN 132.3 -1.34%) büssten ein. Credit Suisse hatte hier das Kursziel etwas gesenkt, blieb damit aber klar über dem aktuellen Kurs, und die Einstufung lautet weiterhin «Outperform».

Hochdorf zogen an

Im breiten Markt standen die Aktien von Hochdorf (HOCN 131.4 0.92%) im Fokus. Die Aktionäre des Innerschweizer Milchverarbeiters hatten am Freitagabend den Verwaltungsratspräsidenten abgewählt und die beantragte Dividendenauszahlung von 4 Fr. pro Titel abgelehnt.

Conzzeta (CON 872 -4.6%) war gebremst in das neue Jahr gestartet. Von einer hohen Vergleichsbasis betrachtet ging der Umsatz des Mischkonzerns im ersten Quartal deutlich zurück.

Burkhalter (BRKN 79.6 1.4%) sieht sich nach wie vor mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert. Die Elektrotechnikgruppe kürzte nach den Jahreszahlen die Dividende.

Der Versicherer Baloise (BALN 174.5 -0.11%) meldete die Übernahme der belgischen Versicherung Fidea.

Santhera (SANN 15.88 -0.5%) stiegen markant. Das Spezialitätenpharmaunternehmen stellte seine guten Langzeitdaten zu Idebenon am Fachkongress MDA Clinical and Scientific Conference in Orlando vor.

Zudem kaufte der IT-Grosshändler Also (ALSN 127 0%) im Ausland zu. Mit Solytron haben die Innerschweizer den grössten bulgarischen IT-Distributor übernommen. Damit werde der Ausbau des Osteuropageschäfts weiter vorangetrieben, hiess es in einer Mitteilung vom Montag. Konditionen wurden keine genannt.

Ex Dividende gehandelt wurden heute noch Emmi (EMMN 898.5 -0.17%) (9 Fr.), Kardex (KARN 160.6 1.77%) (4 Fr.), Orior (ORON 77.4 0.26%) (2.24 Fr.) und SFPI (SFPN 86.5 -1.7%) (3.60 Fr.).

Avancen in Asien

Mit Schwung starteten die Börsen in Asien in die neue Woche. In Japan legte der Leitindex Nikkei 225 am Montag 1,4% zu. Auch der breiter gefasste Topix schloss 1,4% fester. Der chinesische Shanghai Composite verbesserte sich um 0,7%, während in Hongkong der Hang Seng um 0,5% avancierte. Die Börse in Südkorea – gemessen am Kospi (Kospi 2215.92 0.04%) in Seoul – stieg 0,4%.

Euro fester nach Gewinnen

Der Euro bewegte sich etwas höher und hielt damit die deutlichen Kursgewinne vom vergangenen Freitag. Die Gemeinschaftswährung handelte um 17.30 Uhr MEZ zur US-Valuta bei 1.1303 $. Zum Franken legte der Euro leicht zu. Das Währungspaar Euro-Franken notierte bei 1.1345 Fr. Der Greenback handelte zur Schweizer Valuta fester bei 1.0037 Fr.

«Verschnaufpause» am Ölmarkt

Der Ölpreis sank am Montag klar. Marktbeobachter sprachen von einer «Verschnaufpause» am Ölmarkt, nachdem die Preise in der ersten Monatshälfte kräftig gestiegen waren. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 71.98 0.39%) kostete bei Börsenschluss in Europa gut 71 $. Der Goldpreis lag weiter unter der Schwelle von 1300 $ bei 1288 $ pro Feinunze.

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