Märkte / Aktien

Schweizer Börse erholt sich zum Wochenschluss

Nach dem Ausverkauf zu Beginn der Handelswoche erholt sich der Aktienmarkt am Freitag.

(AWP/CF) Nach dem jüngsten Ausverkauf haben Schnäppchenjäger am Freitag die Initiative ergriffen und bei den Verlierern der letzten Tage zugekauft. Damit grenzt der Leitindex die im Laufe der Woche eingefahrenen Verluste ein. Der Swiss Market Index (SMI; +1,3%) schliesst den letzten Handelstag der Woche mit einem Plus von über 1% ab.

Positiv haben sich die Signale einer möglichen Entspannung im US-chinesischen Handelsstreit ausgewirkt. Der Konflikt mit China werde nicht von allzu langer Dauer sein, sagte US-Präsident Donald Trump am Donnerstag. Die Chinesen wollten unbedingt ein Abkommen. Er rechne auch nicht damit, dass Peking Vergeltung für die zuletzt von den USA angekündigten Zölle üben werde.

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Schwergewichte stützen

Die Papiere von Sunrise (+3,5%) haben zugelegt. Die Börsenteilnehmer scheinen die Opposition von Grossaktionär Freenet gegenüber der geplanten Übernahme von UPC nicht als negativ zu bewerten.

Am breiten Markt haben Gurit (+3,9%) nach erfreulichen Halbjahreszahlen angezogen. Mit Logitech (+1,9%) und Temenos (+0,8%) sind noch weitere Technologietitel avanciert.

Zudem haben Investoren bei den Bank-Aktien wieder verstärkt zugegriffen. Julius Bär (+2,3%), Credit Suisse (+1,8%) und UBS (+1,7%) haben sich verteuert. Damit schliessen die Papiere der UBS auch wieder oberhalb der 10-Franken-Marke, unter die sie in dieser Woche erstmals seit mehr als sieben Jahren gerutscht waren.

Deutliche Unterstützung hat der Markt auch von den Schwergewichten Roche (+1,6%), Novartis (+1,2%) und Nestlé (+1,2%) erhalten. Zu Roche gab es einen Zulassungsentscheid der US-Behörde FDA. Die Nachricht über den Insiderhandel eines ehemaligen Roche-Mitarbeiters perlt am Kurs ab.

Die Uhrenhersteller Swatch Group (+0,6%) und Richemont (+0,2%) haben ebenfalls zugelegt. Sie haben im Wochenverlauf unter schwachen Konjunkturdaten aus China und vorsichtigen Analystenkommentaren gelitten.

In Deutschland haben sich derweil Deutsche Bank (+4,6%) von ihrem frisch markierten Rekordtief von 5,77 € an die Spitze des Leitindex Dax (+1,3%) hochgekämpft.

US-Börsen legen zu – Chipwerte gefragt

Die US-Börsen sind am Freitag auf einen versöhnlichen Wochenschluss zugesteuert. Nach den aufgekeimten Rezessionsängsten setzten Anleger auf offene Geldschleusen der Notenbanken, um die Konjunktur zu stützen.

Zur guten Stimmung trugen auch Kursgewinne bei den Chipwerten bei, nachdem Nvidia mit seinem Zahlenwerk positiv überrascht hatte. Andere Halbleiteraktien, einschliesslich Advanced Micro Devices, Micron, Intel legten deutlich zu.

 

Die überraschend schlechte Stimmung der US-Konsumenten hat sich am Freitag bei den Börsianer nicht negativ ausgewirkt. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen fiel um 6,3 auf 92,1 Punkte, wie die Universität Michigan am Freitag mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit Januar.

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