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Schweizer Börse schliesst knapp im Minus

Richemont und Stadler Rail standen im Fokus. Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist weiterhin das bestimmende Thema.

(AWP/Reuters/VA) Der Schweizer Aktienmarkt handelte am Freitag die längste Zeit schwächer, drehte Richtung Handelsschluss in die Gewinnzone, doch konnte das Plus am Ende nicht halten. Der Leitindex SMI (SMI 9594.31 -0.53%) und der breite SPI (SXGE 11607.16 -0.59%) konnten am Freitag die Gewinne des starken Vortag nicht ganz verteidigen.

Die Stimmung auf dem Börsenparkett wird weiterhin durch den Handelsstreit zwischen den USA und China gedrückt. Zuletzt hat US-Präsident Donald Trump die Entscheidung verschoben, Strafzölle auf europäische Auto-Importe einzuführen. Die Börse in New York eröffnete zunächst mit Verlusten. Nachdem die Universität Michigan das Barometer für das (überraschend gute) Verbrauchervertrauen veröffentlichte drehten die Märkte kurze Zeit ins Plus.

Daneben hat sich die Inflation im Euroraum der Zielmarke der Europäischen Zentralbank wieder angenähert. Im April legte die Teuerungsrate auf 1,7% zu, von 1,4% im März.

Mit wachsender Nervosität beobachteten Investoren dagegen die Brexit-Verhandlungen zwischen den Tories von Premierministerin Theresa May und der oppositionellen Labour-Partei. «Am Markt wird zunehmend von einem baldigen Rücktritt von May ausgegangen», schrieben die Analysten der BayernLB. Ihr Nachfolger werde voraussichtlich ein Brexit-Hardliner. Ex-Aussenminister Boris Johnson warf seinen Hut bereits in den Ring.

An der Schweizer Börse avancierten Richemont (CFR 73.82 -1.2%) unter den den Bluechips am kräftigsten. Der Luxusgüterkonzern hat durchwachsene Zahlen für das Geschäftsjahr 2018/19 vorgelegt. Konkurrentin Swatch Group (UHR 271.2 -1.67%) handelte dagegen mit Verlusten.

Im breiten Markt gewannen Stadler Rail (SRAIL 44.8 -0.09%). Der Bahnhersteller soll laut Berliner «Tagesspiegel» für 3 Mrd. € bis zu 1500 neue U-Bahn-Wagen für die Berliner Verkehrsbetriebe bauen. (Lesen Sie hier mehr.)

Nachdem Alcon (ALC 59.3 -0.19%) am Vortag nach Quartalszahlen gesucht waren, gaben sie am Freitag Gewinne ab. Die ehemalige Mutter Novartis litt weniger. Der Pharmakonzern hat in Australien gegen das Verbrauchergesetz verstossen. Zudem kolportierte der Branchendienst «Statplus» am Donnerstag, Novartis (NOVN 84.7 0.62%) stehe in den USA vor einer Milliardenstrafe wegen Bestechung von Ärzten.

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