Märkte / Aktien

SMI fällt zurück

Der Schweizer Aktienmarkt schliesst am Donnerstag abermals im Minus. Im Fokus standen Nestlé und Credit Suisse.

(AWP/Reuters/CF) An der Schweizer Börse hat die Talfahrt am Donnerstag angehalten. Überraschend viele US-Anträge auf Arbeitslosenhilfe verunsicherten die Märkte. Zudem bereite Anlegern die Ausbreitung von Coronavirus-Mutanten Sorgen. Der Swiss Market Index (SMI (SMI 10'607.79 -1.32%)) schliesst mit Abgaben. Damit gab der Leitindex den dritten Tag in Folge nach.

Von den zwanzig SMI-Titeln ermässigte sich die Mehrheit. Die deutlichsten Einbussen verzeichneten die Grossbanken Credit Suisse (CSGN 12.75 -1.7%) und UBS (UBSG 14.35 -0.66%). Beim Jahresabschluss der CS machten Analysten Licht und Schatten aus, wobei hohe Rechtskosten und Wertberichtigungen sowie die Neugeldzuflüsse enttäuschten. Auch die Versicherer Zurich Insurance (ZURN 390.40 -1.26%), Swiss Re (SREN 88.66 -1.49%) und Swiss Life (SLHN 446.00 -2%) verloren an Boden. Der Rückversicherer wird am Freitag den Jahresbericht vorlegen.

Leichte Kursgewinne verbuchten der Elektrotechnikkonzern ABB (ABBN 27.06 -1.28%) und der Aromenhersteller Givaudan (GIVN 3'405.00 -1.73%).

Temenos (TEMN 130.00 -0.19%) schnellten nach oben. Der Softwarekonzern legte das Ergebnis 2020 vor, dessen Eckdaten aber bereits bekannt waren. Kurskatalysator sei der positive Ton, der in dem Bericht mitschwinge, sagte ein Händler. Dies impliziere eine Margen-Expansion.

Am breiten Markt fielen Basilea (BSLN 44.22 -3.62%) auf. Research Partners hat das Rating auf «Halten» von «Kaufen» gesenkt. Bei GAM (GAM 2.27 -0.35%) Holding kam das Ergebnis 2020 am Markt nach einem schwachen Start inzwischen gut an.

Nach oben ging es für Schindler (SCHP 253.70 -0.39%), nachdem Analysten ihre Kursziele nach der Zahlenvorlage vom Mittwoch erhöht haben. Sonova (SOON 219.70 -2.14%) rückten mit einer Kaufempfehlung vor.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Wall Street nach US-Jobdaten schwächer

Nach mehreren Tagen mit Kursverlusten tasteten sich in Europa die Anleger zunächst an die Börsen zurück. Bis zum Schluss haben Dax (DAX 13'920.69 -0.96%) und Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3'669.54 -0.95%) aber wieder ins Minus gedreht. In den USA haben schwache US-Jobdaten die Anleger zu Handelsbeginn verunsichert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 (S&P 500 3'839.00 +1.95%) geben beide nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert ebenfalls.

In Deutschland brachen die Papiere von K + S ein. Die Finanzaufsicht BaFin hat wegen mutmasslich fehlerhafter Bemessung von Vermögenswerten die Überprüfung der Bilanz des Salz- und Düngemittel-Herstellers angeordnet.

Euro erholt sich etwas

Der Euro hat sich am Donnerstag etwas von den Verlusten an den beiden Vortagen erholt. Am späten Nachmittag kostete der Euro in US-Dollar (EURUSD 1.19 -0.46%). Am Morgen war sie noch bei 1,2036 $ gehandelt worden.

Auch der Euro in Franken (EURCHF 1.11 -0.35%) machte am Nachmittag weiter ganz leicht an Boden gut. Der US-Dollar in Franken (USDCHF 0.93 +0.16%) veränderte sich im Verlaufe des Nachmittags hingegen kaum. So geht ein Dollar momentan zu 0,8973 Fr. nach 0,8974 am Mittag um.

Derweil geht die Rally des Pfund Sterling weiter. Der Kurs des Britischen Pfund in Euro steigt auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 1,1553 €. Die Währung profitiere von den Fortschritten bei den Corona-Massenimpfungen in Grossbritannien, sagt Neil Jones, Chef-Devisenhändler der Mizuho Bank. Anleger setzten auf eine raschere Erholung der Wirtschaft von den Pandemie-Folgen.

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