Märkte / Aktien

SMI schliesst stabil

Die Schweizer Börse bewegt sich zu Wochenbeginn seitwärts. Bankaktien legen im Zuge der Fusionsgespräche in Deutschland zu.

(AWP/Reuters/SPU) Die Schweizer Börse ist zu Wochenbeginn in ihrer Seitwärtsbewegung verblieben. Der Handel war dünn und ereignislos. Der Leitindex SMI (SMI 9571.22 -0.26%) eröffnete 0,1% tiefer und verlor im frühen Handel etwas stärker. Seit dem Mittag handelte er stabil. Bereits am Freitag hatte er praktisch unverändert geschlossen.

Wegen der bevorstehenden geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank Fed scheuten auch Anleger grössere Engagements an Wallstreet. Die Leitindizes Dow Jones (Dow Jones 26559.54 0.42%), Nasdaq Composite und S&P 500 (SP500 2905.03 0.16%) kamen bei Börsenschluss in Europa kaum vom Fleck.

SMI-Banken legten zu

Bei den Schweizer Blue Chips gewannen die Papiere der Grossbanken UBS  und Credit Suisse (CSGN 13.68 0%) sowie von Julius Bär (BAER 48.02 2.08%). Händler erwähnten die Fusionsgespräche der deutschen Grossbanken Commerzbank und Deutsche Bank. Dies heize wohl Spekulationen um eine Konsolidierung der Branche in Europa grundsätzlich an, hiess es am Markt.

Leichte Verluste verbuchten die Genussscheine von Roche (ROG 263.4 -1.09%). Der Pharmakonzern hatte Studiendaten zu Tecentriq in der Anwendung gegen Blasenkrebs veröffentlicht. Händler erklärten das Kursplus aber auch mit einer technischen Reaktion. Der «Bon» sei am Freitag relativ schwach gewesen.

Auf der Verliererseite waren Novartis (NOVN 77.03 -2.17%) auch zu finden. Die Aktien des Pharmakonzerns büssten ein. Die Novartis-Tochter Alcon (ALC 55.91 -3.35%) übernimmt für 285 Mio. $ zuzüglich möglicher Meilensteinzahlungen das US-Unternehmen PowerVision.

Derweil legten Nestlé (NESN 95.85 0.8%) – das dritte SMI-Schwergewicht – leicht zu.

Schwächer handelten die Titel der Luxusgüterhersteller Swatch Group (UHR 318.8 -0.78%) und Richemont (CFR 76.04 0.37%).

VAT kaum von Kommentar belastet

Im SMIM (SMIM 2549.951 0.55%) stachen VAT Group (VACN 121.75 3.09%) zunächst negativ ins Auge. Händler erwähnten eine Herabstufung der Empfehlung von «Buy» auf «Hold» durch Kepler Cheuvreux. Das neue Kursziel lautet 105 Fr. (zuvor 110 Fr.). Doch die Valoren des Vakuumventilherstellers dämmten ihr Minus rasch ein.

Die Tech-Werte um AMS (AMS 35.01 -0.99%), Temenos (TEMN 165.9 1.13%) und Logitech (LOGN 42.1 0.24%) verzeichneten allesamt Verluste.

Dufry (DUFN 104.3 0.1%) wurden im Zuge zweier Kaufempfehlungen von Anschlusskäufen erfasst, nachdem der Reisedetailhändler am Freitag überzeugende Zahlen vorgelegt hatte.

Eine Nachricht aus den USA veranlasste Aktionäre von Evolva (EVE 0.2215 -3.28%), die Aktien zu verkaufen. Das Biotech-Unternehmen hatte von der US-Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) ein Schreiben zu seinem Wirkstoff Nootkaton erhalten. Wie es am Montag mitteilte, hat die Agentur weitere Informationen im Zuge des derzeit laufenden Registrierungsverfahrens angefordert.

Zudem fielen die Aktien des Milchverarbeiters Hochdorf (HOCN 131.4 0.92%) und des Chipherstellers U-Blox (UBXN 88.5 6.76%) mit deutlichen Verlusten auf.

Klar zulegen konnten hingegen Cicor. Seit der Publikation der Geschäftszahlen letzten Donnerstag sind die Aktien der Industriegruppe nach oben geschossen.

Asien im Plus

Die Aktienmärkte in Asien starteten freundlich in die Woche. Den Ausschlag gab der Aufwärtstrend in China, der von einem Entgegenkommen der Regierung in Investitionsfragen geprägt war. Der Shanghai Composite lag 1,3% höher. In Hongkong gewann der Hang Seng 0,7%. In Japan stand der Topix 0,5% höher. Der Nikkei 225 (Nikkei 225 22231.1 0.14%) verzeichnete ein Plus von 0,6%.

Euro uneinheitlich

Die europäische Gemeinschaftswährung handelte um 17.30 Uhr MEZ zum Dollar zu einem Kurs von 1.1341 $ und damit etwas höher als am Freitag. Zum Franken notierte sie stabil bei 1.1345 Fr. Der Dollar verlor derweil zum Franken an Terrain bei einem Kurs von 1.0005 Fr.

Ölpreis höher

Der Ölpreis notierte zu Wochenbeginn höher. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 71.98 0.39%) kostete bei Börsenschluss in Europa gut 67 $. Der Goldpreis zeigte sich etwas fester bei einem Kurs von 1305 $ pro Feinunze.

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