Märkte / Aktien

SMI schliesst kaum verändert

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch trotz neuer Impfstoff-Hoffnungen nach einer Richtung gesucht.

(AWP/CF) Die Schweizer Börse hat einen orientierungslosen Handelstag hinter sich. Begonnen hat der Swiss Market Index (SMI (SMI 10'501.18 +0.03%)) mit Abgaben, um dann am Mittag etwas zuzulegen. Zum Schluss hat er die Gewinne wieder aus der Hand gegeben und schliesst kaum verändert bei 10’563 Punkten.

Gegen Mittag sorgten erneut positive Meldungen zu einem Coronaimpfstoff für steigende Kurse. Nach Abschluss der letzten Analysen liegt die Wirksamkeit des Impfstoffes von Biontech und Pfizer (PFE 37.19 +1.81%) bei 95%. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet. Jüngst hatte der US-Pharmakonzern Moderna, mit dem Lonza (LONN 551.80 +0.69%) zusammenarbeitet, für sein Präparat eine Wirksamkeit von 94,5% errechnet.

Am Tabellenende notierten den ganzen Tag über Richemont (CFR 76.78 -0.29%). Der Schmuck- und Uhrenkonzern lanciert wie versprochen ein Treueprogramm für seine Aktionäre, das für die zuletzt gesenkte Dividende entschädigen soll.

Überdurchschnittlich abwärts ging es auch für die Gesundheitsunternehmen Straumann (STMN 1'035.50 -0.43%), Alcon (ALC 57.82 +0.52%) und Sonova (SOON 223.70 +1.54%). Alcon profitierten damit nicht von einem freundlichen Berenberg-Kommentar, in dem dem Augenspezialisten eine starke Marktposition attestiert wird.

Kurszielveränderungen sorgen für Bewegung

Bei UBS (UBSG 13.16 +0.19%) verwiesen Händler in erster Linie auf Analystenkommentare als treibende Kraft. So hatten sich die Experten von Goldman Sachs (GS 234.32 -0.94%) am Morgen einen Sektorvergleich zu den europäischen Banken angestellt. Dabei wurde die Schweizer Grossbank abgestuft.

Auch bei LafargeHolcim (LHN 48.07 -0.21%) war es es Kaufempfehlung, die den Titeln Schub verlieh. Die Deutsche Bank (DBK 9.48 +0.71%) hat die Titel wieder in ihr Rating aufgenommen.

Dax fester

Die Hoffnung auf einen wirksamen Impfstoff im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat auch Europas Anleger bei der Stange gehalten. Dax (DAX 13'335.68 +0.37%) und Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3'527.79 +0.48%) bewegten sich im Plus.

Für die zunächst gestiegene Risikofreude sorgen Nachrichten der Mainzer Biotechfirma BioNTech (BNTX 110.09 +4.89%) und ihrem Partner Pfizer: deren Impfstoff-Kandidat nahm mit einer Wirksamkeit von 95% die entscheidende Hürde für eine mögliche Zulassung in den USA, die innerhalb weniger Tage beantragt werden soll.

Euro legt zum Dollar leicht zu 

Der Euro in US-Dollar (EURUSD 1.20 +0.37%) hat am Mittwoch zwischenzeitliche Kursgewinne wieder abgegeben. Zeitweise war die europäische Gemeinschaftswährung bis auf fast 1,19 $ gestiegen. Aktuell kostet ein Euro 1,1871.

Auch der Euro in Franken (EURCHF 1.08 +0.2%) präsentiert sich kaum verändert seit dem Morgen. Der US-Dollar in Franken (USDCHF 0.91 -0.18%) tendiert ebenfalls eher seitwärts und kostet aktuell 0,9102 Fr.

Derweil hält der derzeitige Höhenrausch beim Bitcoin (Bitcoin 16'795.92 -2.39%) weiter an. Der Kurs der wichtigsten Kryptowährung hat am frühen Mittwochmorgen in einem turbulenten Handel auch die Marke von 18’000 $ überschritten. Allerdings ist er in der Folge binnen Minuten um mehr als 1000 $ abgestürzt. Derzeit notiert er auf der europäischen Handelsplattform Bitstamp bereits wieder bei rund 17’850 $.

Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen. Nachdem sie sich im frühen Handel kaum bewegt hatten, konnten sie bis zum Mittag deutlich zulegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 48.04 +0.71%) kostete zuletzt 43,20 $. Das waren 45 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 45.61 +1.42%)) stieg um 41 Cent auf 41,84 $.

Am Morgen hatte noch die jüngste Entwicklung der Ölreserven in den USA belastet. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) in der vergangenen Woche einen Anstieg der amerikanischen Ölreserven um 4,17 Mio. Barrel verzeichnet hat. Steigende Ölreserven belasten in der Regel die Ölpreise.