Märkte / Aktien

UBS an der Spitze – Swiss Re im Keller

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag im Zeichen der Finanzwerte gestanden. Der SMI schliesst schwächer. Gold steigt auf ein Siebenjahreshoch.

(AWP/CF) Der Donnerstagshandel an der Schweizer Börse ist im Zeichen der Finanzwerte gestanden. Der Swiss Market Index (SMI; –1%) schliesst unter Vortagesniveau.

Die Tagesgewinner sind UBS (+0,9%). Die Grossbank hat mit Ralph Hamers einen neuen Chef ernannt. Der bisherige Chef der niederländischen Bank ING Group soll per 1. November die Nachfolge von Sergio Ermotti antreten (lesen Sie hier mehr).


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Aber nicht nur die Grossbank hat unter Anlegern für Gesprächsstoff gesorgt. So hat die Finanzmarktaufsichtsbehörde Finma die Privatbank Julius Bär (–1,8%) wegen schwerer Mängel bei der Bekämpfung von Geldwäscherei gerügt. Die Privatbank anerkennt die Schlussfolgerungen grundsätzlich (lesen Sie hier mehr).

Weitere Finanzinstitute, die in den Schlagzeilen gestanden sind, sind GAM (+13,2%) sowie Swiss Re (–8,1%). Beide haben ihre Zahlen zum vergangenen Jahr veröffentlicht. Beim Asset-Manager gibt es dieses Jahr keine Boni, und die Aktionäre erhalten keine Dividende (lesen Sie hier mehr).

Der Rückversicherer hat 2019 den Gewinn zwar deutlich gesteigert, aber Erwartungen der Finanzgemeinde weit verfehlt. Die Titel schliessen klar schwächer (lesen Sie hier mehr).

Sika avancieren 

Zu den Gewinnern zählen dagegen Vifor Pharma (+0,5%) und Sika (+0,7%). Die Aktie des Arzneimittelherstellers hat die Erholung von den Verlusten vom Dienstag fortgesetzt. Zudem werde die Gründung eines Joint-Ventures mit Fresenius Kabi in China positiv gewürdigt, heisst es (lesen Sie hier mehr).

Die Aktien von Sika sind ebenfalls avanciert. Der Bauchemiekonzern veröffentlicht am Freitag seine Bilanz (lesen Sie hier die Vorschau). Wer die Bilanz bereits am Donnerstag vorgelegt hat, sind Basler KB (+1%) und Polyphor (–2,1%).

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Dax-Anleger halten sich bedeckt

In Frankfurt haben sich die Anleger weitgehend zurückgehalten. Die anhaltende Furcht vor den Folgen der Coronavirusepidemie dämpft die Kauflaune. Der Dax (–0,4%) schliesst etwas schwächer. Die Zinssenkung in China komme bei den Anlegern gut an, sagt Timo Emden, Experte beim Analysehaus Emden Research. «Auf lange Sicht ist es weiterhin entscheidend, das Virus so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen.»

Am Ende des Tableaus stehen MTU Aero (–2,4%). Der Münchner Triebwerkbauer hat ein Rekordjahr hinter sich und will den Wachstumskurs fortsetzen. Ein Händler spricht von Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie in den vergangenen Monaten stark gestiegen ist. Zudem verweist er auf eine Aussage des Unternehmens, wonach es «die Auswirkungen des Coronavirus beobachte und falls nötig die Prognose anpasse».

Goldpreis setzt Rekordjagd fort

Der Preis für eine Unze Gold setzt den Höhenflug der vergangenen Handelstage fort und hat zwischenzeitlich den höchsten Stand seit sieben Jahren erreicht. Letztmals war das Edelmetall im Februar 2013 so wertvoll. Unter anderem lässt die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise die Investoren weiter verstärkt in das Edelmetall investieren, das am Markt als sicherer Anlagehafen geschätzt wird.

Der Euro in US-Dollar hat am Donnerstag etwas nachgegeben. Der Euro in Franken gibt ebenfalls leicht nach. Der US-Dollar in Franken steht aktuell etwas unter Vortagesniveau.

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