Märkte / Aktien

SMI schloss leicht im Minus

Die Schweizer Börse verzeichnet ein leichtes Plus. Werte aus dem Gesundheitssektor sind gefragt.

(AWP/SPU/BB) Der Schweizer Aktienmarkt hat trotz eines mehrheitlich positiven Verlaufs zum Schluss knapp ins Minus gedreht.Die Stimmung bleibe angesichts der geopolitischen Unsicherheiten von Vorsicht geprägt, hiess es im Handel. Dennoch bewegte sich der SMI (SMI 10022.9 0.06%) mehrheitlich um die Marke von 10’100 Punkten und damit nur unwesentlich unter dem absoluten Rekordstand von vorletzter Woche

Insgesamt fehlte es dem Markt jedoch an Impulsen. Auch in den USA stehen am Nachmittag keine marktbewegenden Daten auf dem Kalender.  Heute waren es einmal mehr  die Pharma-Schwergewichte, welche den Gesamtmarkt stützten. Die Mehrheit der Titel wies dagegen Verluste auf. Nach drei Tagen mit anziehenden Kursen in Folge hatte der Schwung etwas nachgelassen. Roche (ROG 289.3 0.12%) legen zu.

Am meisten Terrain büssten Kühne+Nagel und SGS (SGSN 2480 0%) ein. In ähnlichem Rahmen fielen noch die Abgaben bei Logitech  aus, ohne dass es zu einem dieser drei Unternehmen spezifische Nachrichten gegeben hätte.

Nennenswerte Verluste verzeichneten dahinter noch Temenos (TEMN 136.7 -0.58%), Sika (SIKA 161.15 -0.46%) oder Nestlé (NESN 102.42 -0.08%). Die Aktien des Konzerns wurden mehr oder weniger den ganzen Tag höher gehandelt und zogen den SMI am Schluss ins Minus. Der erratische Kursverlauf kann durchaus im Zusammenhang mit dem grossen Verfall gesehen werden.

Dahinter fielen auch UBS (UBSG 11.49 0.39%) etwas klarer zurück. Die beiden anderen Banken, CS und Julius Bär (BAER 43.54 -0.48%) hielten sich etwas besser. Am Vortag hatte der Entscheid der SNB (SNBN 5610 -0.18%) den Freibetrag für Banken zu erhöhen, über dem sie Negativzinsen zahlen müssen, ihre Aktienkurse stabilisiert.

Auch die am Vortag im Anschluss an gute Exportdaten noch starken Luxusgüter-Titel Richemont (CFR 74 0.19%) und Swatch fielen wieder leicht zurück.

An der Spitze landeten schliesslich Partners Group (PGHN 738 -1.99%). Dahinter erhielten Swisscom (SCMN 512.6 0.2%) Auftrieb von Aussagen des Finanzchefs, dass der Konzern trotz der Promotionsschlacht die Abo-Preise nicht senken werde.

Im breiten Markt fielen Tamedia (TAMN 92 -0.54%), die auch «Finanz und Wirtschaft» herausgibt, mit einem Minus  auf. Am Vorabend wurde bekannt, dass der stellvertretender CEO des Medienkonzerns, Christoph Brand, den Konzern verlassen und spätestens ab Sommer 2020 als CEO zu Axpo wechseln wird. Die Aktien des Sensorenherstellers Sensirion (SENS 40.25 -3.13%) dagegen sind massiv nach oben geschnellt, dies nach einer Aufstufung durch JPMorgan.  Weiter waren auch Industrietitel wie Schaffner (SAHN 199 -0.5%) oder Starrag (STGN 46.2 0.43%) gesucht

Wallstreet handelt gemischt

Während der techlastige Nasdaq im Minus handelte, notierten der Dow Jones (Dow Jones 26788.1 -0.15%), sowie der breiter gefasste S&P 500 (SP500 2995.99 -0.36%) zum Wochenende positiv.

 

Euro weiter unter 1.10 Fr.

Der Euro ist am Freitag unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1006 $. Am Morgen war sie noch zeitweise bis auf 1,1068 $ gestiegen. Auch gegenüber dem Schweizer Franken schwächte sich der Euro am Freitag deutlich ab. Die Gemeinschaftswährung notierte am späten Nachmittag bei 1,0928 Fr.. Der US-Dollar legte zum Franken etwas zu. Er kostet am späten Nachmittag 0,9929 Fr.

Ölpreis fester – politische Spannungen

Der Ölpreis avanciert leicht. Händler nennen die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Saudi-Arabien einerseits und Iran andererseits als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 59 -0.74%) kostet knapp 65 $. Die politischen Spannungen nach dem Drohnenangriff auf Saudi-Arabien bleiben hoch. Am Donnerstag hatte der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif für den Fall eines Militärschlags der USA und Saudi-Arabiens auf sein Land mit einem «umfassenden Krieg» gedroht.

Der Goldpreis bewegt sich leicht aufwärts und notiert derzeit bei 1506 $ pro Feinunze.

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