Märkte / Aktien

SMI schliesst im Minus

Die Schweizer Börse verliert und rutscht unter 10'200. Partners Group sind gesucht. Meyer Burger ziehen an. Wallstreet handelt uneinheitlich.

(AWP/SPU) Der Schweizer Aktienmarkt hat die Woche mit Verlusten begonnen und am Montag unter 10’200 geschlossen. Der SMI (SMI 10211.53 -1.15%) verlor bei Eröffnung 0,7%. Im frühen Handel dämmte er seine Verluste ein. Gegen die Mittagszeit rutschte er wieder etwas ab. Am Nachmittag weitete er seine Abgaben aus und fiel er unter die Marke von 10’200. Bis zu Handelsende in Zürich konnte sich der SMI nicht mehr von seinem Tief erholen. In der Vorwoche hatte der Leitindex annähernd 5% gewonnen.

Aus New York kam keine Unterstützung für den Schweizer Aktienmarkt. Die Wallstreet zeigte sich bei Börsenschluss in Europa uneinheitlich. Der breit gefasste S&P 500 (SP500 3246.59 0.3%) notierte mit +0,1% kaum verändert. Der Dow Jones (Dow Jones 26815.44 0.2%) lag minimal im Minus. Die Technologiebörse Nasdaq Composite drehte ins Plus und handelte 0,5% fester.

Die Marktlage für Aktien bleibt eher unsicher, lautet der allgemeine Tenor im Handel. Zu den anhaltenden Sorgen in Bezug auf die Pandemie geselle sich so langsam auch der Sommereinfluss, meinte ein Marktteilnehmer. Nach und nach verabschiedeten sich immer mehr Akteure in die Ferien, wodurch auch die Volumen schrumpften. Dazu kamen zudem die latenten geopolitische Spannungen wie etwa in Hongkong. In diesem Umfeld sei es schwer zu sagen, ob es sich bei den aktuellen Verlusten lediglich um eine Konsolidierung, eine Pause oder aber Vorboten einer tieferen Marktkorrektur handle, fasste ein Börsianer zusammen.

Viele Verlierer im SMI

Schwächer zeigten sich im SMI unter vielen anderen Werten auch die Schwergewichte. So schlossen die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé (NESN 108.22 -0.77%) und die Titel der Pharmariesen Novartis (NOVN 80.2 -1.37%) und Roche (ROG 331.8 -0.75%) im Minus. Dass Novartis ihre klinische Studie mit dem Malariamittel Hydroxychloroquine zur Behandlung der vom Coronavirus ausgelösten Erkrankung stoppt, belastete den Aktienkurs nicht.

Die Titel der Uhrenhersteller Richemont (CFR 60.84 -1.27%) und Swatch Group (UHR 209.1 -1.51%) lagen bei Handelsende am Ende des SMI-Tableaus.

Die Aktien den Grossbanken Credit Suisse  und UBS (UBSG 9.974 -2.31%) entwickelten sich unterschiedlich. Händler verwiesen dabei auf Kepler Cheuvreux. Der Broker hatte CS heruntergestuft, was Umschichtungen ausgelöst habe. Zudem präsentierten sich die Versicherer Swiss Re (SREN 68.16 -1.3%), Swiss Life (SLHN 345.5 -1.68%) und Zurich Insurance (ZURN 321.9 -1.95%) schwächer.

Die Valoren des Warenprüfkonzerns SGS (SGSN 2430 -0.25%) lagen im Minus. Die CS-Analysten hatten sie am Morgen auf «Neutral» hochgestuft.

Partners Group gesucht

Favorit im SMIM (SMIM 2555.101 -1.03%) waren Partners Group (PGHN 834.2 -1.65%). Dabei zählen die Papiere des auf alternative Anlagen spezialisierten Vermögensverwalters schon seit Jahren zu den beliebtesten Aktien an der Schweizer Börse. Rückenwind erhalten sie aktuell von Goldman Sachs (GS 195.11 4.83%). Die US-Bank stufte die Empfehlung von «Neutral» auf «Buy» hoch und erhöhte das Kursziel von 815 auf 1000 Fr. Die Titel hätten eine Prämie gegenüber dem Sektor verdient, hiess es dort.

Schlusslicht im SMIM waren Temenos (TEMN 124.9 -2.42%). Kursrelevante Nachrichten konnten Händler nicht ausmachen.

Mit AMS (AMS 18.625 -0.11%) lagen auch andere Tech-Werte im Minus. Der Chiphersteller beschafft sich weiteres Kapital zur Finanzierung der Osram-Übernahme. Anders Logitech (LOGN 68.32 -0.41%), die Aktien des Computer- und Gamingzubehörherstellers schlossen fester.

Markante Gewinne im breiten Markt verzeichneten die Aktien des Solarenergieunternehmens Meyer Burger (MBTN 0.2396 -0.5%). Am Freitag hatte es einen Strategiewechsel verkündet. Daraufhin zogen die Titel bereits klar an.

Positive Nachrichten stützten die Papiere von Basilea (BSLN 46.62 -3.04%), da das Biopharmaunternehmen eine weitere Meilensteinzahlung in Höhe von 5 Mio. Fr. erhält.

Gemischtes Bild in Asien 

Die Börsen in Asien starteten überwiegend hoffnungsvoll in die neue Handelswoche, verloren aber im Verlauf etwas an Kraft. Der japanische Leitindex Nikkei 225 gewann leicht, um 0,1%, der breiter gefasste Topix fiel leicht (–0,2%). In Schanghai stagnierte der chinesische Leitindex CSI 300. In Hongkong verlor der Hang Seng 0,6%. In Südkorea lag der Kospi 0,4% im Minus.

Euro etwas fester

Der Eurokurs stieg am Montag in einem überwiegend ruhigen Umfeld. Am Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1.1251 $. Im frühen Handel hatte der Euro noch unter 1.12 $ notiert. Zum Franken bewegt sich der Euro am Montag ebenfalls leicht nach oben. Bei 1.0667 Franken kostete er minim mehr als am Morgen. Der Dollar sank zum Franken hingegen unter die Schwelle von 0.95 auf 0.9480 Fr.

Goldpreis stieg leichter

Der Ölpreis ging nach den Gewinnen der vergangenen Tage etwas fester in die neue Handelswoche. Starke Impulse gab es jedoch nicht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 42.11 0.91%) kostete bei Börsenschluss in Europa gut 42 $. Gold (Gold 1867.87 0.39%) legte zu und notierte bei 1758 $ pro Feinunze.