Märkte / Aktien

SMI schliesst nach Auf und Ab im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt beendet den Handelstag mit Avancen. Lonza stehen zuoberst, LafargeHolcim zuunterst.

(AWP/CF) Der Schweizer Aktienmarkt schliesst nach einem Auf und Ab leicht über dem Vortagesniveau. Händler haben von einem unregelmässigen Markt mit zum Teil erstaunlichen Kursbewegungen gesprochen. Aktien von Unternehmen, die gut gearbeitet haben, haben trotzdem im Minus gehandelt. Für manche Analysten ist diese Entwicklung etwas überraschend, zumal auch aus der Politik von Brexit und Handelsstreit bislang keine negativen Nachrichten veröffentlicht wurden.

Händler erklären sich dies primär mit Gewinnmitnahmen. «Wir waren am oberen Ende der aktuellen Handelsspanne, daher wird nun offenbar wieder verkauft», so ein Händler mit Blick auf den Leitindex. Der Swiss Market Index (SMI; +0,3%) bewege sich seit einiger Zeit in einer Spanne von 9’700 bis 10’100 Punkten auf und ab.

Die Schwergewichte Roche (–0,2%), Novartis (+1%) und Nestlé (+0,5%) haben im Verlauf die Verluste vom Vormittag eingegrenzt, was auch dem Leitindex wieder ein wenig auf die Beine geholfen hat. Novartis schliessen mit Avancen. Der Pharmakonzern hat vorbörslich positive Zahlen vorgelegt. Im dritten Quartal ist er stärker gewachsen als erwartet und hat die Prognosen für das Gesamtjahr erhöht (lesen Sie hier mehr).

Bei den Aktien der UBS (unv.) zeigt sich dasselbe Bild wie beim Leitindex. Nach einer positiven Eröffnung, sind die Aktien deutlich ins Minus gefallen. Zum Schluss haben sie sich aber wieder erholt und schliessen unverändert. Die Grossbank hat die Quartalszahlen vorgelegt. In den ersten neun Monaten hat sie zwar deutlich weniger verdient als im Vorjahr, aber die Erwartungen des Marktes trotzdem übertroffen (lesen Sie hier mehr).

Weitere Unternehmen, die am Dienstag ihren Abschluss präsentiert haben, sind AMS (–3,7%), Kühne + Nagel (+5,2%; lesen Sie hier mehr), Logitech (+0,3%; lesen Sie hier mehr) und Idorsia (–3,1%; lesen Sie hier mehr).

Der österreichische Chiphersteller hat zwar die Erwartungen deutlich übertroffen (lesen Sie hier mehr). Die Valoren gehören dennoch zu den grössten Verlierern. Die Aktienkursentwicklung spiegelt laut Händlern denn auch eher die Erwägungen der Investoren zum geplanten Kauf des deutschen Lichtkonzerns Osram.

Auch Temenos (–4,3%) haben klare Verluste erlitten. Seit mehreren Tagen dauert die Baisse nun schon an; die Papiere kommen seit der Zahlenenttäuschung von letzter Woche nicht mehr vom Fleck.

Für Schlagzeilen hat zudem ein weiteres Mal Sunrise (+2,5%) gesorgt (lesen Sie hier mehr). Der Telecomkonzern hat die für Mittwoch geplante Generalversammlung abgeblasen. Damit ist die grösste Übernahme der Schweizer Telecomgeschichte, von vielen Investoren als zu teuer kritisiert, gescheitert. Für Swisscom (+0,9%) bedeutet dies, dass vorderhand kein grösserer Konkurrent entsteht, der den Platzhirsch bedrängen könnte.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Dax notiert höher

Ermutigende Geschäftszahlen der Unternehmen und positive Signale im Zollstreit zwischen den USA und China haben die europäischen Börsen im Plus gehalten. «Die Bilanzsaison läuft bislang gut», sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades.

Damit stehe die Tür für eine Aktienrally bis Weihnachten offen. Wegen des andauernden Hickhacks um den Brexit scheuten Anleger aber vorerst grössere Käufe. Dax (+0,1%) und Euro Stoxx 50 (+0,1%) schliessen jeweils knapp im Plus.

Für den Abend sind im britischen Unterhaus Beratungen über Gesetze zum EU-Austritt des Landes geplant. Dabei würden die Abgeordneten voraussichtlich über Änderungsanträge entscheiden zum ausgehandelten Brexit-Deal, sagte BayernLB-Volkswirtin Charlotte Heck-Parsch. «Es ist zu knapp, um zu sagen, wie die Abstimmung im britischen Parlament ausfällt», sagte Anlagestratege Daniel Lenz von der DZ Bank.

Euro gibt zum Dollar etwas nach

Der Euro in US-Dollar ist am Dienstag etwas gesunken. Seit Beginn der Woche hat der Euro leicht nachgegeben, die Kursausschläge halten sich aber in engen Grenzen. Ein Euro in Franken kostet derweil etwas mehr.

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen. Nach leichten Verlusten im frühen Handel haben sie im Vormittagshandel in die Gewinnzone gedreht und legen inzwischen etwas zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt ebenso.