Märkte / Aktien

Schwergewichte ziehen SMI nach unten

Die Schweizer Börse hat sich zum Wochenschluss leichter gezeigt. Besonders Gesundheitswerte haben den Leitindex belastet.

(AWP/Reuters/CF) Die Anleger zogen sich am Freitag von der Schweizer Börse zurück. Händler erklärten, die Aussicht auf Steuererhöhungen in den USA dämpfe die Stimmung. Insidern zufolge will US-Präsident Joe Biden die Kapitalertragssteuer für Superreiche in Amerika auf rund 40% fast verdoppeln. Der SMI (SMI 11'108.88 +1.26%) schliesst am Freitag im Minus. Im Verlauf der gesamten Woche resultiert bisher ein Minus von knapp 1%.

Auf dem Gesamtmarkt lasteten vor allem Werte aus dem Gesundheitssektor. Die Aktien des Arnzeimittel-Auftragsfertigers Lonza (LONN 585.00 +1.53%) büssten genauso ein wie Roche (ROG 299.80 +0.89%) und Novartis (NOVN 78.88 +1.12%).

Im Fokus standen LafargeHolcim (LHN 57.80 +2.12%), die nach der Zahlenvorlage des Zementkonzerns keine klare Richtung fanden. Der Konzern ist so stark wie nie ins neue Jahr gestartet und hat die Erwartungen der Analysten dabei klar übertroffen. Laut Beobachtern haben nach dem starken Kurszuwachs der letzten Wochen auch Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt.

Deutlichere Abgaben entfielen etwa auf AMS (AMS 17.65 +9.12%). Die Titel des österreichischen Chipherstellers erholten sich seit einem Medienbericht, wonach AMS als Zulieferer von Apple (AAPL 128.10 +0.2%) künftig eine weniger wichtige Rolle einnehmen könnte, kaumerholt. Klar schwächer zeigten sich auch Adecco (ADEN 59.54 +0.61%).

Credit Suisse (CSGN 9.39 +0.86%) drehten am Nachmittag ins Plus und beendeten damit vorerst ihre Talfahrt, die sie am Vormittag nach der Vorlage der Quartalszahlen vom Vortag zunächst fortgesetzt haben. Die Grossbank UBS (UBSG 13.98 +2.57%) wird ihre Ergebnisse am Dienstag präsentieren, wobei eine klare Gewinnsteigerung erwartet wird.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Europas Anleger in schlechter Laune

Eine geplante Steuererhöhung in den USA hat die Stimmung an Europas Börsen eingetrübt. Der Dax (DAX 15'170.78 +2.12%) verlor wie auch der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 4'002.79 +1.99%). Damit haben beide den ersten Wochenverlust seit knapp zwei Monaten erlitten.

Eine Flut von Firmenbilanzen hielt Börsianer auf Trab. Neben dem Autobauer Daimler (DAI 72.11 -0.41%) haben hat unter anderem auch der Spirituosenhersteller Remy Cointreau seine Bücher geöffnet.

Eurokurs legt zu

Der Eurokurs ist am Freitag nach soliden Konjunkturdaten aus der Eurozone gestiegen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2056 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent mehr als im frühen Handel. Auch zum Franken legte der Euro auf 1,1047 zu, während der Dollar zu 0,9162 Franken notiert.

Der Markt für Kryptowährungen ist am Freitag unter erheblichen Druck geraten. Teilweise lagen die Kursverluste zum Vortag im zweistelligen Prozentbereich. Der Bitcoin (Bitcoin 56'916.00 -0.57%) als marktstärkste Kryptowährung verlor zeitweise mehr als 10% an Wert und fiel unter die Marke von 50 000 $. Noch härter traf es andere Digitalwerte, die in den Wochen zuvor deutlich Boden gutgemacht hatten, auch gegenüber Bitcoin.

Ölpreise legen weiter zu

Die Ölpreise haben sich am Freitag wenig verändert. Im Mittagshandel ging es mit den Notierungen leicht nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 69.06 +0.83%) kostete 65,51 $. Das waren elf Cent mehr als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 65.36 -0.08%)) stieg um 24 Cent auf 61,67 $.

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