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Schweizer Aktienmarkt geht im Plus ins Wochende

Die Sorgen um den Ausbruch einer globalen Epidemie haben am Freitag nachgelassen, davon profitierten auch Schweizer Titel.

(AWP)  Der Schweizer Aktienmarkt befand sich zum Wochenschluss im Einklang mit anderen europäischen Märkten auf Erholungskurs von den Abgaben des Vortages. Nicht zuletzt haben die Aussagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur neuen Viruserkrankung in China für Zuversicht an den Märkten gesorgt, hiess es. Die WHO hatte auf das Ausrufen einer «gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite» verzichtet.

Auch die bisherigen Massnahmen der chinesischen Regierung und ihr «transparenter Umgang mit der Lage» seien von Investoren begrüsst worden, meinte ein weiterer Händler. (Lesen Sie hier mehr zum Thema.)

Derweil deuteten die neuen Einkaufsmanagerindizes aus dem Euroraum auf eine etwas bessere Stimmung in der Industrie hin, vor allem in Deutschland.

Der SMI (SMI 11161.27 0.06%) schloss am Freitagabend 0,33% höher auf 10’849,75 Punkte. Der SLI, der die dreissig wichtigsten Aktien umfasst, stieg um 0,68% auf 1671,8 und der breite SPI (SXGE 13460.21 0.05%) um 0,35% auf 13’149,91 Punkte. Im SLI standen 26 Gewinnern vier Verlierer gegenüber.

Gefragte Technologietitel

Investoren griffen nach starken Intel-Zahlen besonders beherzt bei Technologieaktien zu: Temenos (TEMN 160.85 0.75%) und AMS (AMS 39.78 -0.97%) standen weit oben auf den Einkaufslisten, Logitech (LOGN 41.64 -0.62%) folgten. Gute Zahlen vom Chiphersteller Intel (INTC 65.45 -2.47%) hatten in den USA bereits im nachbörslichen US-Handel für deutliche Gewinne bei Technologiewerten gesorgt (mehr zu Intel hier).

Generell erholt präsentierten sich auch die Aktien aus der Finanzindustrie. So gewannen Credit Suisse (CSGN 13.485 -0.59%) und UBS  ebenso wie Julius Bär (BAER 48.45 0.19%) und Partners Group (PGHN 962 0.42%). Citigroup (C 78.22 0.22%) hatte ihre Kaufempfehlung für die beiden Grossbankenaktien bekräftigt und die Kursziele nach oben gesetzt.

Aber auch die Versicherer Swiss Re (SREN 105.75 -1.44%), Swiss Life (SLHN 513 0.08%) und Zurich wurden zum Wochenschluss verstärkt gesucht. Schon am Vortag hatten sie sich im späten Handel etwas gegen den insgesamt schwächeren Trend stemmen können. Laut Händlern gab die Hoffnung auf eine neue EZB-Strategie eine gewisse Stütze.

Berichtsaison bewegt

Gegen den Markttrend schwächer notierten Givaudan (GIVN 3389 0.06%). Der Aromen- und Duftstoffhersteller hatte am Morgen seine Zahlen für 2019 vorgelegt und dabei insbesondere mit einer klaren Verlangsamung im Schlussquartal die Erwartungen am Markt verfehlt (lesen Sie hier mehr).

Ebenfalls leichte Abgaben erlitten die Aktien des Augenheilmittelspezialisten Alcon (ALC 62.82 1.05%). Am breiten Markt klare Abgaben verzeichneten die Titel des Biotech-Unternehmens Polyphor (POLN 6.77 -1.17%) nach einem abrupten Führungswechsel. Kühl wurden auch die Umsatzzahlen des Dentalbedarfherstellers Coltene (CLTN 90.4 0.44%) aufgenommen.

Derweil zogen die Titel des Werkzeugmaschinenbauers Starrag  nach ersten Zahlen für 2019 deutlich an (lesen Sie hier mehr). Auch die Valoren des Befestigungstechniker SFS und des Finanzunternehmens Compagnie Financière Tradition CFT zeigten sich nach der Vorlage von Finanzergebnissen fester  (mehr zu SFS hier). Helvetia waren nach einem Kauf in Spanien gesucht (mehr dazu hier).

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