Märkte / Aktien

SMI schliesst im Plus

Nach einem Allzeithoch am Vormittag gibt der Schweizer Leitindex einen Teil seiner Gewinne wieder ab.

(AWP/CF/RI) Der Schweizer Leitindex SMI (SMI 10463.88 0.97%) schloss auf 10’529,26 Punkten, leicht unter dem im Tagesverlauf erreichten Allzeithoch von 10’541.48 Stellen. Die Stimmung an den Finanzmärkten war nach wie vor optimistisch, da sich die beiden Streithähne USA und China im Handelskrieg offenbar aufeinander zubewegten.

US-Anleger bleiben ebenfalls in Rekordlaune. Kurz vor dem langen Thanksgiving-Wochenende handeln der Dow Jones (Dow Jones 28015.06 1.22%), der breiter gefasste S&P 500 (SP500 3145.91 0.91%), sowie der technologielastige Nasdaq im Plus.

Neuigkeiten gab  es bei den Schweizer Blue Chips nur zu Lonza (LONN 340.5 1.1%). Der Pharmazulieferer hat ein weiteres Produktionsabkommen geschlossen. Zu den grössten Gewinnern im SMI gehörten Richemont (CFR 75.26 2.09%), Credit Suisse (CSGN 12.99 1.33%) und Novartis (NOVN 91.28 0.93%) am stärksten. Weniger gefragt waren heute dagegen defensive Papiere wie Lonza und Roche (ROG 305.35 0.28%).

Während Richemont laut Händlern besonders von einer Einigung im Handelskrieg profitieren könnten, hat Logitech (LOGN 43.34 1.07%) auch von den positiven Quartalszahlen von Best Buy (BBY 82.05 2.15%) profitiert. Der US-Elektronik-Retailer hat gestern die Erwartungen von Wallstreet übertroffen.

Daneben sorgren primär Analystenschätzungen für Bewegung. Beim Chemiekonzern Clariant (CLN 20.69 1.52%) senktr Citigroup (C 75.81 1.47%) das Kursziel von 25 auf 22.40 Fr. Die Einstufung lautet weiterhin «Neutral».

Ein Thema bei den Analysten war auch Vifor Pharma (VIFN 176.35 0.06%), für die die Credit Suisse das Kursziel deutlich über das aktuelle Niveau erhöht hatte. Vifor hatte am Vortag nach guten Studiendaten 7% zugelegt.

Kudelski stachen hervor

Im breiten Markt gab es einige Neuigkeiten von Unternehmen: Aevis (AEVS 14.2 2.16%) Victoria baut sein Hotelportfolio aus, Ems Chemie verkaufte einen kleinen Geschäftsbereich und Kudelski (KUD 5.8 0%) erhielt einen Auftrag von Microsoft. Für Aufsehen sorgten auch Evolva, nachdem das Pharmaunternehmen organisatorische Veränderungen angekündigt hatte.

Auf der anderen Seite zählten die Papiere des stark angeschlagenen Stahlkonzerns Schmolz+Bickenbach einmal mehr zu den grössten Verlierern. Mit Hochdorf (HOCN 79.1 0.13%) verbuchten weitere Aktien eines angeschlagenes Unternehmens grössere Einbussen. Unter Druck gerieten auch Vetropack (VET 3015 2.55%) nach einer Abstufung durch die ZKB. Ebenfalls nach unten ging es für die Messebetreiberin MCH, die sich mit Kritik an ihrer Strategie und dem Begehren um eine ausserordentliche Generalversammlung konfrontiert.

Ausserdem wurde der Abschied des Stromkonzerns Alpiq (ALPH 70.3 -0.85%) von der Börse konkreter: Die Dekotierung ist für den 17. Dezember geplant.

Ölpreis nahezu unverändert

Zum Zeitpunkt des Handelsschlusses in Westeuropa kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 64.36 1.59%) 63,64 $. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 59.19 1.25%)) lag bei 57.68 $.

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA verliehen dem Dollar Auftrieb und belasteten im Gegenzug den Euro. Am Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0995 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Derweil stand der Euro zum Franken bei 1,0992 Fr. Der US-Dollar handelte zu 0,9996 Fr.

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