Märkte / Aktien

SMI schliesst im Plus

Nach einem Allzeithoch am Vormittag gibt der Schweizer Leitindex einen Teil seiner Gewinne wieder ab.

(AWP/CF/RI) Der Schweizer Leitindex SMI (SMI 10090.91 0.23%) schloss auf 10’529,26 Punkten, leicht unter dem im Tagesverlauf erreichten Allzeithoch von 10’541.48 Stellen. Die Stimmung an den Finanzmärkten war nach wie vor optimistisch, da sich die beiden Streithähne USA und China im Handelskrieg offenbar aufeinander zubewegten.

US-Anleger bleiben ebenfalls in Rekordlaune. Kurz vor dem langen Thanksgiving-Wochenende handeln der Dow Jones (Dow Jones 27791.44 1.3%), der breiter gefasste S&P 500 (SP500 3360.47 0.27%), sowie der technologielastige Nasdaq im Plus.

Neuigkeiten gab  es bei den Schweizer Blue Chips nur zu Lonza (LONN 562.6 -1.47%). Der Pharmazulieferer hat ein weiteres Produktionsabkommen geschlossen. Zu den grössten Gewinnern im SMI gehörten Richemont (CFR 57.44 0.17%), Credit Suisse (CSGN 10.25 3.06%) und Novartis (NOVN 75.49 -0.01%) am stärksten. Weniger gefragt waren heute dagegen defensive Papiere wie Lonza und Roche (ROG 313.65 -0.17%).

Während Richemont laut Händlern besonders von einer Einigung im Handelskrieg profitieren könnten, hat Logitech (LOGN 65.56 -2.93%) auch von den positiven Quartalszahlen von Best Buy (BBY 104.22 1.28%) profitiert. Der US-Elektronik-Retailer hat gestern die Erwartungen von Wallstreet übertroffen.

Daneben sorgren primär Analystenschätzungen für Bewegung. Beim Chemiekonzern Clariant (CLN 17.925 0.17%) senktr Citigroup (C 52.86 1.42%) das Kursziel von 25 auf 22.40 Fr. Die Einstufung lautet weiterhin «Neutral».

Ein Thema bei den Analysten war auch Vifor Pharma (VIFN 127.9 -0.51%), für die die Credit Suisse das Kursziel deutlich über das aktuelle Niveau erhöht hatte. Vifor hatte am Vortag nach guten Studiendaten 7% zugelegt.

Kudelski stachen hervor

Im breiten Markt gab es einige Neuigkeiten von Unternehmen: Aevis (AEVS 11.2 0.9%) Victoria baut sein Hotelportfolio aus, Ems Chemie verkaufte einen kleinen Geschäftsbereich und Kudelski (KUD 3.33 2.15%) erhielt einen Auftrag von Microsoft. Für Aufsehen sorgten auch Evolva, nachdem das Pharmaunternehmen organisatorische Veränderungen angekündigt hatte.

Auf der anderen Seite zählten die Papiere des stark angeschlagenen Stahlkonzerns Schmolz+Bickenbach einmal mehr zu den grössten Verlierern. Mit Hochdorf (HOCN 78.8 0.38%) verbuchten weitere Aktien eines angeschlagenes Unternehmens grössere Einbussen. Unter Druck gerieten auch Vetropack (VET 55.3 2.22%) nach einer Abstufung durch die ZKB. Ebenfalls nach unten ging es für die Messebetreiberin MCH, die sich mit Kritik an ihrer Strategie und dem Begehren um eine ausserordentliche Generalversammlung konfrontiert.

Ausserdem wurde der Abschied des Stromkonzerns Alpiq (ALPH 70 0%) von der Börse konkreter: Die Dekotierung ist für den 17. Dezember geplant.

Ölpreis nahezu unverändert

Zum Zeitpunkt des Handelsschlusses in Westeuropa kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 44.96 0.58%) 63,64 $. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 42.18 2.45%)) lag bei 57.68 $.

Besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA verliehen dem Dollar Auftrieb und belasteten im Gegenzug den Euro. Am Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0995 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Derweil stand der Euro zum Franken bei 1,0992 Fr. Der US-Dollar handelte zu 0,9996 Fr.