Märkte / Aktien

SMI geht kaum verändert ins Wochenende

Händler bezeichnen den Handel am Freitag als eher «lustlos». Mit grossen Avancen schliessen Vifor Pharma.

(AWP/CF) Der Schweizer Aktienmarkt hat sich zum Wochenschluss «lustlos» mit tiefen Volumina gezeigt. Am Tag nach «Thanksgiving» fehlten vor allem die Impulse aus den USA, heisst es. In New York blieben die Börsen am Donnerstag geschlossen, während am «Black Friday» nur ein verkürzter Handel stattfindet. Viele Börsianer nutzen in der Regel diese Zeit, um ein verlängertes Wochenende einzulegen.

Zu den Gewinnern gehörten Aktien aus der Technologiebranche. Neben AMS (AMS 22.22 +0.73%), die nach guten Zahlen eines chinesischen Kunden gefragt waren, zogen Logitech (LOGN 90.10 +1.6%) an. Auch in den hinteren Reihen zählten erneut Branchenkollegen wie U-Blox (UBXN 75.05 -0.27%) oder VAT Group (VACN 257.00 +0.39%) zu den Gewinnern. Sie hatten bereits am Vortag zu den Favoriten gehört.

Von plus 3 auf plus 14% in weniger als zehn Minuten – so rasant ist es am Freitagmittag mit den Vifor Pharma (VIFN 137.70 +1.32%) nach oben gegangen. Auslöser ist ein Bericht, wonach der Pharmakonzern ins Visier von Finanzinvestoren gerückt ist. Mindestens eine grosse Private Equity-Gesellschaft habe mit Vifor kürzlich Gespräche über eine mögliche Übernahme geführt, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.

In den hinteren Reihen zogen Autoneum (AUTN 157.10 +3.83%) nach den Vortagesgewinnen erneut an. Nach den Aussagen zum Geschäftsgang wurde die Aktie von Kepler Cheuvreux hochgestuft. Auch Comet (COTN 211.00 +0.72%) knüpften dank Analystenkommentaren an den starken Vortag an. Vetropack (VET 63.40 +0.79%) und Landis+Gyr (LAND 75.45 +0.2%) profitierten ebenfalls von Analystenkommentaren. Noch deutlicher geht es für Dottikon nach Zahlen hoch. 

Für Gesprächsstoff unter den Anlegern sorgten auch MCH Group (MCHN 14.40 +3.23%), die erst seit 9.25 Uhr gehandelt werden. Die Messebetreiberin kann mit dem geplanten Umbau beginnen. Die Aktionäre haben an der ausserordentlichen Generalversammlung sowohl den beiden Kapitalerhöhungen als auch dem Einstieg von James Murdoch, Sohn des Medienmoguls Rupert Murdoch, als Ankeraktionär zugestimmt.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Schwungloser Dax

Ohne Rückenwind der Wallstreet kamen auch die europäischen Börsen nur zögerlich voran. Dax (DAX 14'014.09 +0.67%) und Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 3'647.30 +0.64%) schliessen nur leicht fester.

Für Schlagzeilen sorgt ein Zeitungsbericht, wonach Adidas (ADS 286.50 +0.56%) die Investmentbank JPMorgan mit dem Verkauf von Reebok beauftragt hat. Mehrere Banken hätten sich um das Mandat bemüht, meldete die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (Freitagausgabe) unter Berufung auf eigene Informationen.

Euro zum Dollar weiter bei Dreimonatshoch

Der Euro hat am Freitag leicht zugelegt. Am Vormittag kostet der Euro in US-Dollar (EURUSD 1.21 +0.1%) in etwa so viel wie am Morgen. Nur wenig höher hatte er am Vortag ein Dreimonatshoch markiert.

Der Euro in Franken (EURCHF 1.08 +0.03%) hat sich bei einem Stand von 1.0818 Fr. wieder etwas weiter oberhalb er 1.08er Marke etabliert, nachdem er am Donnerstagnachmittag kurzzeitig unter die Marke gerutscht war. Der US-Dollar in Franken (USDCHF 0.89 -0.08%) präsentiert sich bei 0.9069 Fr. ebenfalls leicht höher.

Ölpreise uneinheitlich

Die Ölpreise haben am Freitag uneinheitlich tendiert. Während europäisches Erdöl mehr kostete als am Vortag, wurde US-Öl niedriger gehandelt. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent (Brent 55.84 +0.31%) 48,10 $. Das waren 30 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 52.97 -0.62%)) fiel dagegen um 30 Cent auf 45,41 $.

Der Goldpreis leidet derweil weiter unter der grösseren Risikofreude an den Finanzmärkten. Am Freitag fiel der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) erstmals seit Monaten unter die Marke von 1800 $. Im Tiefpunkt wurden 1774 $ markiert. Das ist der niedrigste Stand seit Juli dieses Jahres. Auch der Silberpreis brach ein, prozentual sogar noch deutlich stärker als sein «grosser Bruder» Gold (Gold 1'869.80 -0.12%).

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