Märkte / Aktien

Anleger an der Schweizer Börse machen Kasse

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch ganz im Zeichen von Gewinnmitnahmen gestanden.

(AWP/CF) Die Schweizer Börse hat ihre Talfahrt am Mittwoch fortgesetzt. Händler erklärten, angesichts der Spekulationen auf eine anziehende Inflation und der Unsicherheit bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen der Virus-Krise hätten die Anleger Kursgewinne ins Trockene gebracht. Der Swiss Market Index (SMI (SMI 11'120.77 +0.79%)) sank knapp 1%.

Die grössten Kursverluste fuhren die Titel des Vermögensverwalters Partners Group (PGHN 1'300.00 +1.05%) ein, die im bisherigen Jahresverlauf deutlich zugelegt hatten. Auch der Zementriese LafargeHolcim und der Bauchemiekonzern Sika (SIKA 273.80 +0.85%) gaben Terrain preis. Addex (ADXN 1.44 -0.69%) sackten ebenfalls ab. Die Pharmafirma schloss das Geschäftsjahr 2020 mit einem Barmittelbestand von 18,7 Mio. Fr. ab und sammelte dann im Januar 11,5 Mio. $ ein.

Bei den grössten Verlierern der Blue Chips waren Schindler (SCHP 260.50 +1.05%) nach Jahreszahlen auszumachen. Das Schlussquartal des Rolltreppenherstellers wird von den Analysten zwar als solide gewertet. Die Erholung in der Branche, der steigende Wettbewerbsdruck und die weiter erwarteten Belastungen durch die Währungsentwicklung liessen aber kaum positive Impulse erwarten, erklärten Händler.

Von den zwanzig SMI-Werten legten nur zwei zu. Swisscom (SCMN 503.80 +0.4%) und Nestlé (NESN 108.84 +0.39%) zogen beide an. Der Lebensmittelkonzern verkauft sein nordamerikanisches Wassergeschäft für 4,3 Mrd. $ an Finanzinvestoren. Ein Analyst stufte den Verkaufspreis als «äusserst attraktiv» ein.

Meyer Burger wieder mit Avancen

Verluste erlitten die Genussscheine von Roche (ROG 303.45 +0.8%). UBS (UBSG 13.89 +0.65%) hat das Rating für Roche auf «Neutral» von «Buy» gesenkt und das Kursziel auf 330 von 355 Fr. reduziert. Ihre bisherige Kaufempfehlung habe auf der Annahme gefusst, dass die Umsatzerosion bei den altgedienten Blockbustern abzuschätzen sei und die Pipeline ein echtes Gegengewicht dazu biete

Im breiten Markt fielen Temenos (TEMN 132.90 +3.38%) auf. Der Bankensoftwarehersteller legt nachbörslich die neuesten Geschäftszahlen vor und hat derweil vom IT-Dienstleister DXC Technology einen Auftrag erhalten. Zum finanziellen Umfang des Auftrags wurden keine Angaben gemacht.

Mit Avancen zeigten sich Meyer Burger (MBTN 0.40 +6.38%). Jefferies nimmt die Bewertung für den Solarproduzent mit «Buy» und einem Kursziel von 0,56 Fr. wieder auf. Mit der strategischen Transformation zum Hersteller von effizienten Solarzellen und -modulen werde Meyer Burger die gesamte Wertschöpfungskette abdecken, schreibt Analyst Martin Comtesse.

Eine Übersicht über die Gewinner und die Verlierer finden Sie hier.

Dax im Minus

Nach der jüngsten Rally gehen Aktienanleger auf Nummer sicher und machen Kasse. Der Dax (DAX 15'416.64 +1.43%) fiel wie auch der Euro Stoxx 50 (Euro Stoxx 50 4'017.44 +1.64%). Die Terminkontrakte auf die US-Indizes deuteten auf eine kaum veränderte Eröffnung der Wall Street hin.

Zalando (ZAL 84.08 +0.48%) gaben derweil deutlich nach. Der schwedische Investor Kinnevik will seine Beteiligung an dem Berliner Online-Modehändler in Höhe von 21% an seine Aktionäre ausschütten.

Euro fällt in Richtung 1,20$

Der Euro hat am Mittwoch weiter nachgeben und ist in Richtung 1,20 $ gefallen. Am späten Nachmittag kostete der Euro in US-Dollar (EURUSD 1.21 +0.58%) 1,2027 $, nachdem sie in der Nacht noch an der Marke von 1,21 $ notiert hatte.

Beim Euro in Franken (EURCHF 1.09 +0.04%) war die Bewegung derweil gering. Das Währungspaar notierte zuletzt weiterhin knapp über der Marke von 1,08 Fr. Entsprechend gab der US-Dollar in Franken (USDCHF 0.90 -0.52%) ebenfalls etwas nach: Am späten Nachmittag notierte er bei 0,8986 Fr. nach 0,8935 am Morgen bzw. 0,8917 am Vorabend.

Ein starker Wintereinbruch in den USA hat den Ölpreisen am Mittwoch erneut Auftrieb gegeben. Die Preise stiegen zeitweise auf Jahreshochs. Noch deutlichere Gewinne gaben die Ölpreise im Tagesverlauf wieder ab.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Brent 68.82 +2.73%) kostete zuletzt 63,74 $. Das waren 39 Cent mehr als am Dienstag. Zeitweise war der Brent-Preis bis auf 64,75 $ gestiegen und erreichte damit auf den höchsten Stand seit Anfang 2020. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI (WTI 65.24 +2.55%)) stieg um 25 Cent auf 60,30 $. Der WTI erreichte ein Jahreshoch bei 61,26 $.