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Börsianer sind optimistischer für die Eurokonjunktur

Das Sentix-Barometer ist auf den höchsten Stand seit Februar 2020 geklettert.

(Reuters) Börsenexperten bewerten die Konjunktur in der Euro-Zone so optimistisch wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das entsprechende Barometer kletterte im März auf plus 5,0 Punkte nach minus 0,2 Zählern im Februar, wie aus der am Montag veröffentlichten Umfrage der Investment-Beratungsfirma Sentix unter 1218 Anlegern hervorgeht. Das ist der höchste Stand seit Februar 2020. Sowohl die Lage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate wurden besser bewertet.

«Positiv ist festzuhalten, dass die Pandemie auf globaler Ebene ihren Höhepunkt durchschritten zu haben scheint», sagte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Impfungen kämen inzwischen gut voran, wodurch die Zahl der immunisierten Personen steige. «Diese Trends erlauben eine schnellere Öffnung der Wirtschaft», sagte Hübner. «Darauf setzen die Anleger.»

In Deutschland kletterte der Konjunkturindex auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Hier wurde die Lage besser bewertet als zuletzt, die Erwartungen blieben stabil. Die exportabhängige deutsche Wirtschaft scheine von der globalen Erholung zu profitieren, sagte Hübner.

In den USA bewegte sich das Barometer um 7,5 Zähler nach oben und markierte mit 25,5 Punkten den höchsten Stand seit August 2018. «Zu dieser erfreulichen Entwicklung hat neben der Aussicht auf konjunkturelle Hilfen sicher auch der Mut vieler Bundesstaaten beigetragen, die Corona-Eindämmungsmassnahmen erheblich zu reduzieren oder sogar ganz aufzuheben», sagte Hübner. «Dies gibt der Wirtschaft im wahrsten Sinn des Wortes Luft zum Atmen.» Expansive Geld- und Fiskalpolitik sowie eine aufgestaute Nachfrage dürften die Erholung weiter antreiben.