Märkte / Anleihen

Bondrenditen brechen Negativrekorde

Die Angst vor Deflation und Nullwachstum in der Eurozone lassen die Renditen deutscher zehnjähriger Anleihen auf rekordtiefe 0,874% schrumpfen.

Es vergeht fast kein Tag, ohne dass die europäischen Anleihenmärkte neue Rekorde brechen. Der Bund-Futures schloss gestern den achten Tag in Folge höher und erreichte das Allzeithoch von 151,69. Spiegelbildlich fiel die Rendite auf zehnjährige deutsche Bundesanleihen auf rekordtiefe 0,874%. Die Ukrainekrise hat am Donnerstag erneut eine Flucht in sichere Häfen ausgelöst. Der ukrainische Präsident Poroschenko hat wegen angeblicher russischer Truppen auf ukrainischem Boden den geplanten Besuch in der Türkei abgesagt.

Auch die Renditen in anderen Eurostaaten sind im Sinkflug. Noch nie seit Einführung des Euros konnten sich Länder wie Spanien, Italien, Frankreich oder Irland so günstig refinanzieren. Der Verfall der Langfristzinsen betrifft auch die Staaten ausserhalb der Eurozone. Zehnjährige «Eidgenossen» rentieren noch 0,4%, britische Gilts mit gleicher Laufzeit 2,37% und US-Treasuries 2,33%. Wer zu diesen Zinsen noch auf fallende Anleihenrenditen setzt, der muss eine extrem pessimistische Sicht auf die Weltwirtschaft haben.

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