Unternehmen / Finanz

Boris Collardi verlässt die Bank Julius Bär

Analyse | Der CEO der Privatbank wechselt als geschäftsführender Teilhaber zur Konkurrentin Pictet. Das führt zu Unsicherheit unter den Investoren.

Einmal mehr beweist Boris Collardi sein Gespür für gutes Timing: Er verlässt die Privatbank Julius Bär per sofort. Auf dem vorläufigen Höhepunkt. Der Aktienkurs des Instituts ist auf Allzeithoch, die Kundengelder ebenfalls. Damit verliert Bär den Mann, der seit 2009 das Steuer in der Hand hielt und für Wachstum sorgte. Unter seiner Führung haben sich die Vermögen bei der Bank mehr als verdoppelt.

Collardi hat wie kein anderer eine aggressive Akquisitionsstrategie verfolgt. Per Ende Oktober verwaltete die Bank Bär 393 Mrd. Fr. Sie profitiert davon, dass sie vergangenes Jahr 166 Kundenberater eingestellt hat. Ein grosser Coup gelang Collardi und damit der Bank, als sie 2012 das internationale Privatkundengeschäft von Merrill Lynch übernahm. Für knapp 60 Mrd. Fr. bezahlte sie rund 700 Mio. Fr.

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