Märkte / Makro

Börsencrash erhöht den Reformdruck auf Peking

Die Stützungsmassnahmen der Regierung haben den chinesischen Aktienmarkt stabilisiert. Doch sie werfen auch Fragen auf, wie ernst es China mit der weiteren wirtschaftlichen Liberalisierung ist.

Nachdem alles andere nicht geholfen hatte, griff die chinesische Regierung am Mittwoch zum Zweihänder. Aktionäre, die mehr als 5% der Titel eines Unternehmens kontrollieren, dürfen sie auf Anweisung der Aufsichtsbehörde CSRC in den kommenden sechs Monaten nicht veräussern. Der Hauptindex der Schanghaier Börse, der seit dem 12. Juni rund 33% verloren hatte, quittierte dies am Donnerstag und Freitag auch prompt mit einem Plus von insgesamt rund 10%.

Den Stützungsmassnahmen vom Mittwoch vorausgegangen waren in den fünf Tagen zuvor unter anderem eine Leitzinssenkung, massive Aktienkäufe der staatlichen Pensionskasse und vor allem auch die temporäre Suspendierung vom Handel von über 30% aller an den Festlandbörsen kotierten Unternehmen. Der Preisfindungsprozess ist damit effektiv aufgehoben worden, was zwar die Kurse fürs Erste stabilisiert, doch die weiterhin bestehenden Ungleichgewichte nicht aus der Welt geschafft hat.

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