Unternehmen / Industrie

Bossard will auch Service verkaufen

Analyse | Weniger Umsatz und Margendruck belasten den Gewinn. Bei konstanter Ausschüttungsquote sinkt die Dividende.

Bossard hat sich ein «Sixpack» zugelegt. Damit ist ein Bündel von sechs technischen Dienstleistungen gemeint, mit denen das Unternehmen seinen Kunden helfen will, produktiver zu werden. Bisher dienten die Dienstleistungen vor allem als Türöffner für das Handelsgeschäft. In Zukunft sollen sie als eigenständige Leistung angeboten werden und zusätzliches Wachstum generieren, sagte Daniel Bossard, CEO des Spezialisten für industrielle Verbindungstechnik aus der Innerschweiz.

Welches Potenzial im «Sixpack» steckt, illustrierte er anhand eines Beispiels aus China. Die neue Kaffeemaschine eines namhaften Herstellers sollte nach dem ursprünglichen Entwurf von 170 Teilen zusammengehalten werden. Ingenieure von Bossard analysierten den Entwurf samt Lieferkette und Montage und konnten die Zahl der Teile auf 90 reduzieren und Prozesse optimieren. Bei einem Teileaufwand von 50‘000 Fr. sanken die Kosten für den Hersteller um 150‘000 Fr. im Jahr. «Das Sparpotenzial liegt erfahrungsgemäss um ein Vielfaches über dem, was der Kunde erreicht, wenn er lediglich Preisabschläge im Einkauf der Einzelteile durchzusetzen vermag», sagte Bossard. Die Dienstleistungen werde man künftig unabhängig vom eigenen Produktangebot vermarkten. Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?