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BP stellt nach Gewinnsprung höhere Dividenden in Aussicht

Gestiegene Ölpreise und eine höhere Produktion haben dem Londoner Ölkonzern kräftig Auftrieb gegeben.

(Reuters) Der Ölkonzern BP stellt seinen Aktionären nach einem Gewinnsprung im ersten Quartal höhere Dividenden in Aussicht. Das Londoner Unternehmen könnte weitere Aktienrückkäufe oder höhere Ausschüttungen in Betracht ziehen, falls der Ölpreis sein Niveau halte und die Verschuldung des Unternehmens zurückgehe, sagte BP-Finanzchef Brian Gilvary am Dienstag in London. Der Schuldenstand des Ölmultis stieg allerdings im ersten Quartal 2018 auf 40 Mrd. $, weil das Unternehmen weitere Rechtsstreitigkeiten um die Havarie seiner Bohrinsel «Deepwater Horizon» im Jahr 2010 mit Zahlungen beilegte. Die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko hat BP mehr als 65 Mrd. $ (umgerechnet 54 Mrd. €) gekostet.

Im ersten Quartal sprang der Nettogewinn dank gestiegener Ölpreise um 71% auf 2,6 Mrd. $. Im Lauf des vergangenen Jahres war der Rohölpreis um 25% auf mehr als 70 $ je Barrel gestiegen. Vor vier Jahren, als der Konzern zuletzt so viel Nettogewinn in einem Quartal ausgewiesen hatte, hatte er von Ölpreisen über 100 $ je Barrel profitiert.

Die Produktion stieg um sechs Prozent auf 3,7 Mio. bpd (barrels per day). BP hatte im Lauf des vergangenen Jahres sieben neue Öl- und Gasfelder in Betrieb genommen, weitere sechs Standorte in etwa in Ägypten, Aserbaidschan und in der britischen Nordsee sollen dieses Jahr dazukommen. Dadurch soll die Produktionsmenge bis 2020 um weitere 800’000 bpd steigen.

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