Märkte / Aktien

Brasiliens Börse bejubelt den Messias

Das grösste Land Lateinamerikas hat Jair Bolsonaro zum Präsidenten gewählt. In der Hoffnung auf Reformen jubilieren die Finanzmärkte – zu Recht?

Die Börsen applaudieren schon lange, nun ist die Erwartung an den Urnen bestätigt worden: Jair Messias Bolsonaro wird per 1. Januar 2019 der neue Präsident Brasiliens. Am Sonntag hat der Kandidat der Sozialliberalen Partei im zweiten Wahlgang 55% der Wählerstimmen gewonnen. Sein Herausforderer, Fernando Haddad von der Arbeiterpartei, erhielt lediglich 45% der Stimmen.

Was noch vor kurzem unwahrscheinlich schien, nämlich dass sich ein Aussenseiter wie Bolsonaro gegen einen Kandidaten der seit 1998 regierenden Arbeiterpartei durchsetzt, ist Realität geworden. Das Verdikt der Wähler ist klar: Sie haben genug von Gewalt, Korruption und vom wirtschaftspolitischen Missmanagement, das das Land unter der Führung der Arbeiterpartei in die schlimmste Rezession seit Menschengedenken gestürzt hatte. Von 2014 bis 2016, als die von Luiz Inácio Lula da Silva portierte Nachfolgerin Dilma Rousseff das Land führte, ging die Wirtschaftsleistung Brasiliens markant zurück, und die Arbeitslosigkeit stieg spürbar. Erst seit einigen Monaten scheint sich die Lage wieder stabilisiert zu haben.

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