Unternehmen / Finanz

Brexit bringt für SIX auch Nachteile

Trotz Rekordvolumen kann sich die Börse nicht ausruhen. Aufgrund des Ertragsdrucks sieht sie ihre Zukunft in Europa.

Der Brexit rückt unerbittlich näher. Am 31. Dezember verlässt das Vereinigte Königreich den gemeinsamen Markt und die Zollunion mit der EU. Das wird unmittelbar Auswirkungen auch auf die Schweiz haben. Denn beide Länder wollen ihr Verhältnis normal weiter- laufen lassen. Dazu zählt, dass London die Schweizer Börse wieder als gleichwertig anerkennt. Grosse Handelsvolumen sollen dadurch zwar nicht mehr ins Ausland fliessen. Die Börsenbetreiberin SIX sieht ihre Zukunft aber weiterhin in Europa.   

Mitte 2019 entzog Brüssel dem heimischen Handelsplatz die Anerkennung (Äquivalenz), um Bern zur Unterschrift des Rahmenabkommens zu bewegen. Damit war es den Händlern in der EU verboten, an der Schweizer Börse zu handeln. Der Bundesrat konterte mit dem Verbot des Handels von Schweizer Aktien in der EU und nutzte so ein Schlupfloch im EU-Recht. Demnach ist es Anlegern erlaubt, Aktien auch an Börsen ohne Anerkennung zu handeln, wenn es die Titel nur an diesem einen Handelsplatz gibt.  Dieser Artikel ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital-Abonnements ab 28 Fr. / Monat Zu den Abonnements Bereits abonniert?