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Brisante Wahlen überschatten die asiatischen Börsen

Nach den Wahlen in Thailand stehen in Indien und Indonesien Urnengänge an. Die beiden Amtsinhaber liegen in den Umfragen vorne.

Die kommenden Wochen stehen in weiten Teilen Asiens ganz im Zeichen der Wahlen. Den Auftakt macht Indien, die mit rund 900 Mio. Wahlberechtigten weltweit grösste Demokratie. Ab Donnerstag wird etappenweise über den Zeitraum von mehr als einem Monat ein neues Parlament bestimmt. Mitte April wählen die Bürger Indonesiens nicht nur einen neuen Präsidenten, sondern legen gleich noch die neue Zusammensetzung der Abgeordnetenkammer fest. Der Inselstaat ist mit über 220 Mio. Einwohnern die grösste islamische Nation der Welt.

Die Urnengänge bringen aber nicht automatisch auch einen klärenden politischen und wirtschaftlichen Neuanfang mit sich. Das zeigen die Entwicklungen in  Thailand, wo auch zehn Tage nach dem Wahltermin nicht klar ist, welches Parteienbündnis den Sieg für sich beanspruchen kann. Am Beispiel der zweitgrössten südostasiatischen Volkswirtschaft lässt sich auch zeigen, dass nationale politische Ereignisse wie Wahlen die heimische Börse heute zumindest kurzfristig weit weniger bewegen, als das noch vor wenigen Jahren der Fall war. Trotz des drohenden innenpolitischen Vakuums hat der Hauptindex der Börse Bangkok in den vergangenen zwei Wochen leicht zugelegt. Denn viele Schwergewichte an der Börse Bangkok sind sehr international ausgerichtet, was ihre Absatzmärkte betrifft. Grösseren Einfluss auf die täglichen Kursbewegungen als die Unwägbarkeiten der Innenpolitik haben externe Faktoren wie die Zinspolitik der US-Notenbank, der Erdölpreis oder auch der Gesundheitszustand der chinesischen Wirtschaft.

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