Unternehmen / Ausland

Novartis erhält starken Konkurrenten

Bristol-Myers Squibb übernimmt Celgene, es entsteht ein neuer Leader in der Onkologie. Er dürfte Novartis stärker bedrängen als Roche.

Mit dem Zusammenschluss von Bristol-Myers Squibb und Celgene entsteht ein führendes Pharmaunternehmen in den Bereichen Krebs, Immunologie, Entzündungs- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das hat Folgen auch für Novartis und Roche, wenn auch in unterschiedlicher Weise.

Bristol-Myers bietet für Celgene einen Aufpreis von 35% zum Vortagesschlusskurs und zahlt 74 Mrd. $. Inklusive Nettoschulden wird das Biotech-Unternehmen so mit 95 Mrd. $ bewertet. Es wäre die grösste Übernahme aller Zeiten im Pharmasektor. Der Verwaltungsrat von Celgene unterstützt die Transaktion, die Aktionäre müssen noch zustimmen.

«Ein neuer Leader»

Birgit Kulhoff, Pharmaanalystin der Privatbank Rahn+Bodmer, hält die Übernahme für sinnvoll, «denn es entsteht ein neuer Leader im Onkologiebereich». Der Zeitpunkt der Übernahme sei günstig, weil Celgene zurzeit ausserordentlich niedrig bewertet sei. Noch Ende September 2017 notierte die Aktie auf einem Allzeithoch von 145.80 $, vor der Übernahmeankündigung ging sie mit 66.64 $ aus dem Handel – ein Kurssturz von 57%. Dahinter steht der für 2022 erwartete Ablauf des Patents des umsatzstärksten Krebsmedikaments Revlimid.

Bitte loggen Sie sich ein, um diesen Artikel vollständig zu lesen.

Leser-Kommentare