Unternehmen / Industrie

Bucher steht vor Rekordjahr

Analyse | In fast allen Divisionen der Industriegruppe geht es steil nach oben. Preise können erhöht werden. Die Aktien sind nicht teuer.

Die Industriegruppe mit Schwerpunkt Landtechnik kommt kraftvoll aus der Pandemie und übertrifft im Auftragseingang mit +49% auf 1722 Mio. Fr. deutlich (+19%) jenen des ersten Semesters 2019, als die Pandemie noch nicht grassierte. Der Umsatz steigt 19% auf 1608 Mio. Fr., was noch etwas unter dem entsprechenden 2019er-Wert liegt. Dafür nimmt der Betriebsgewinn gleich 90% auf 179 Mio. Fr. zu, was einer Margenverbesserung auf 11,2% entspricht. Das wiederum ist deutlich über den 9,3% von 2019.

Besonders gut läuft es in den Divisionen Kuhn (Landtechnik) und Hydraulics. Kuhn steigerte die Aufträge im Vergleich zur Vorjahresperiode um 48% auf 608 Mio. Fr., der Umsatz nimmt 27% auf 728 Mio. Fr. zu und die Betriebsgewinnmarge springt von 8,8% auf 12,5%, den höchsten Wert seit dem Boomjahr 2014. Hydraulics kann 66% mehr Aufträge einschreiben und die Marge von 9,5 auf 13,5% steigern, den besten Wert seit 2018.

Ertragskraft stark verbessert

Im Landmaschinenmarkt bekommt Bucher die bessere Verfassung des Marktes zu spüren. Die Einkommen der Landwirte nahmen 2020 deutlich zu, einerseits, weil staatliche Unterstützungen hochgefahren wurden, andererseits weil die Preise für Feldfrüchte wie Weizen, Mais und Soja gestiegen waren. Entsprechend ist mehr Geld für die Anschaffung von Landmaschinen vorhanden. Bucher ist in den Hauptmärkten Europa und Amerika, und dort vor allem in den USA und in Brasilien gut positioniert. Dass der Auftragseingang tiefer als der Umsatz ist, hat mit der Saisonalität des Geschäfts zu tun. In der Regel bestellen die Bauern eher im Herbst, im folgenden Frühjahr werden die Maschinen dann ausgeliefert.

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