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Bundesrat ernennt Helene Budliger Artieda zur neuen Seco-Chefin

Helene Budliger Artieda tritt am 1. August die Nachfolge von Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch an, die auf Ende Juli von der Funktion zurücktritt.

(AWP) Helene Budliger Artieda wird ab 1. August neue Staatssekretärin für Wirtschaft. Sie tritt die Nachfolgerin von Gabrielle Ineichen-Fleisch an, die nach elf Jahren die Position verlässt. Budliger Artieda ist aktuell Botschafterin der Schweiz in Bangkok.

Bis 2019 war sie Botschafterin in Pretoria in Südafrika. Der Bundesrat ernannte sie am Mittwoch. Wie er mitteilte, arbeitete Budliger Artieda zuvor als Direktorin Ressourcen im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und damit als Beraterin des Departementschefs sowie als Mitglied der EDA-Geschäftsleitung.

Die 1965 geborene Budliger Artieda absolvierte die Handelsmittelschule in Zürich. EDA-intern liess sie sich zur konsularischen Mitarbeiterin ausbilden. In Bogotá schloss sie 2000 ein Studium in Unternehmensadministration mit einem Magister-Titel ab.

Wie der Bundesrat mitteilte, bringt die neue Staatssekretärin im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) eine breite Managementerfahrung auf verschiedenen Gebieten mit. Als Botschafterin in Thailand und Südafrika erweiterte sie ihre Erfahrungen auf diplomatischer Ebene.

Bundesrat Guy Parmelin, der Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, setzte für die Neubesetzung an der Seco-Spitze eine Findungskommission ein. Die Stelle wurde öffentlich ausgeschrieben.

Insgesamt trafen 39 Bewerbungen aus allen Sprachregionen ein. Die Findungskommission führte ein mehrstufiges Selektionsverfahren mit einer externen Evaluation durch und präsentierte Parmelin eine Auswahl von Kandidierenden.

Die amtierende Staatssekretärin Ineichen-Fleisch tritt auf Ende Juli nach elf Jahren von ihrem Posten zurück. Der Bundesrat würdigte sie als massgeblich beteiligt am Erfolg bei der Aushandlung von Freihandelsabkommen. Unter ihrer Ägide schloss die Schweiz mehr als 20 Freihandelsabkommen und ein gutes Dutzend Abkommen über Investitionsschutz- und -förderung ab.