Unternehmen / Schweiz

Was die Profis zum Fall Ziegler sagen

Das Bundesstrafgericht verurteilt den einstigen Topmanager Hans Ziegler zu einer bedingten Freiheitsstrafe von nur zwei Jahren.

Das Urteil ist überraschend milde ausgefallen, vor allem im Vergleich zum Strafantrag der Bundesanwaltschaft, die fünf Jahre Freiheitsentzug forderte. Nun sind es zwei Jahre bedingt. Die Strafkammer hat Hans Ziegler des wirtschaftlichen Nachrichtendiensts, der Verletzung des Geschäftsgeheimnisses und des Insiderhandels für schuldig erklärt.

Der bald 69-jährige Hans Ziegler hat zwischen Dezember 2013 und November 2016 insgesamt vierzehn Mal interne Unterlagen des Industriekonzerns OC Oerlikon an einen Manager des Finanzdienstleisters Lazard weitergeleitet. Diese Unterlagen sind schliesslich bei einem potenziellen und dann tatsächlichen Käufer einer Tochter von OC Oerlikon gelandet. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?

Leser-Kommentare

Guido Piezzi 23.06.2021 - 09:57

klassen justiz!!!!

Sibyl Kade 24.06.2021 - 07:18

Das wäre doch auch mal Selbstjustiz gefragt… Ich schätze, das Mitleid würde sich in Grenzen halten!

Philip Hjelmer 25.06.2021 - 00:23
Vor Inkrafttreten des ersten Insidergesetzes 1988 in der Schweiz wurden Insidergeschäfte hierzulande meist als Kavaliersdelikte wahrgenommen. Spätesten dann, und bei den beiden nachfolgenden Gesetzesrevisionen musste eigentlich Jedem klar geworden sein, dass es sich nach Erfüllung des Tatbestandes um ein illegales Verhalten handelte. Das ursprüngliche Schweizerische Insidergesetz war allerdings sehr eng gefasst, und bot somit vielfältige Möglichkeiten des weiteren straffreien Indiderhandels.… Weiterlesen »