Unternehmen / Industrie

Erwartungen an Bystronic sind hoch

Analyse | Der Umsatz wächst wieder, die Bestellungen nehmen rasant zu, und die Marge steigt. Doch die Aktien nehmen viel vorweg.

Bystronic handelt seit Mai unter ihrem eigenen Namen an der Börse, zuvor galt noch der Name der alten Holding Conzzeta, der Bystronic angehörte. Doch nun sind die übrigen Conzzeta-Geschäfte verkauft, was in der Gruppenrechnung noch Spuren hinterlassen hat und die Holding ist obsolet. Relevant sind nun nur noch die Resultate des Maschinenherstellers Bystronic. Und dieser ist, wie andere Industrieunternehmen auch, schnell aus der Coronakrise herausgekommen.

Im ersten Halbjahr nahm der Umsatz 18,2% auf 441 Mio. Fr. zu, womit fast das Niveau von 2019 erreicht wird. Der Betriebsgewinn steigt leicht überproportional und treibt die Marge von 6,3 auf 6,9% hoch (vgl. Tabelle). Damit bleibt Bystronic allerdings deutlich hinter dem Wert vom ersten Halbjahr 2019, als 12,4% erreicht worden waren, zurück.

Mehr Service, mehr regionale Verantwortung

Das passt allerdings zu den strategischen Vorgaben. Bystronic baut derzeit für ihre Blechbearbeitungsmaschinen die Serviceaktivitäten aus und stellt entsprechend neue Servicetechniker an. Zudem wird die Präsenz in den Regionen ausgebaut und auf eine dezentrale Struktur umgestellt. Das geht eine Zeit lang zulasten der Marge, weil zusätzliche Kosten anfallen. Bis 2025 soll aber wieder das alte Spitzenniveau von etwas über 12% erreicht werden.

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