Unternehmen / Gesundheit

Cannabisaktien: Auf das High folgt der Kater

In Erwartung weiterer Liberalisierungsschritte nach der Wahl Joe Bidens zum US-Präsidenten hatten die Kurse von Marihuana-Anbietern stark angezogen.

Das Thema Cannabis mag die Geister scheiden. Ähnlich wie Kryptowährungen haben die Produzenten der auch Marihuana genannten Pflanze mit Rauschwirkung aber eine begeisterte Anhängerschaft. Seit der Legalisierung sind in Kanada zahlreiche Hersteller aktiv geworden, bis heute sind Dutzende an die Börse in Toronto gegangen. Diverse haben sich auch an der Nasdaq angesiedelt, oft als Zweitkotierung. Der North American Marihuana Index versammelt heute 69 Titel.

Die meisten Cannabisproduzenten erzielen noch keinen Gewinn, sondern investieren, vor allem um Marktanteile zu gewinnen. Der Sektor ist von reger Übernahmeaktivität geprägt. Dieses Jahr oder in den nächsten ein, zwei Jahren sollten mehr Start-ups die Schwelle zur Profitabilität aber erreichen. Der Pflanzenzüchter Curaleafs wird 2021 mehr als 1 Mrd. $ Umsatz ausweisen, andere wie Cresco Labs oder Tilray nach der Übernahme von Aphria sind auf dem Weg dorthin. Curaleafs weist einen Börsenwert von 10 Mrd. $ auf.

Kosmetika und Produktionsmittel

Dem Sektor werden nicht nur Cannabisproduzenten zugerechnet, sondern auch Hersteller von Lebensmitteln, Kleidern oder Kosmetika auf Hanfbasis sowie Anbieter von Produktionsmitteln. So bietet etwa Scotts Miracle-Gro, bei der Hanfanbau nur knapp die Hälfte des Geschäfts ausmacht, eine grosse Palette von Produkten wie Gewächszelte, Bewässerungsanlagen, Dünger und Beleuchtung oder für die Lagerung an.

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