Unternehmen / Industrie

Carlo Gavazzi spürt Coronavirus

Unterbrochene Lieferketten bei Kunden haben bei der Elektronikgruppe zu Verzögerungen und tieferen Bestellungen geführt.

(AWP) Auch die Elektronikgruppe Carlo Gavazzi (GAV 150 -0.33%) hat die Ausbreitung des Coronavirus im Februar und im März zu spüren bekommen. Unterbrochene Lieferketten bei Kunden hatten Verzögerungen und tiefere Bestellungen zur Folge.

Der Umsatz im zweiten Halbjahr 2019/20 wird daher unter das Niveau der im ersten Semester erzielten Verkäufe fallen, teilte die Gruppe am Dienstagabend mit. Für das per 31. März endende Geschäftsjahr rechnet Carlo Gavazzi mit einem Umsatz von rund 148 Millionen Franken, das sind 7 Millionen weniger als im Jahr zuvor.

Die Bruttomarge werde zwar stabil bleiben, doch der Reingewinn werde von 10,7 Millionen auf rund 5 Millionen Franken fallen. Dies auch wegen substanziellen Investitionen in ein neues ERP-System sowie in Marketing und Verkauf, erklärte das Unternehmen.

Auf die Nennung einer Guidance hatte Carlo Gavazzi bisher verzichtet. Die detaillierten Zahlen werden am 24. Juni bekanntgegeben.

Gavazzi habe eine bedeutende Präsenz in China und Italien, teilte das Unternehmen weiter. Die beiden Fabriken im chinesischen Kunshan und norditalienischen Belluno hätten ihre Produktion bisher aber «grösstenteils» aufrechterhalten können. Es sei aber auch im eigenen Verkauf und in der Distribution zu Lieferengpässen gekommen.