Unternehmen / Finanz

Carmignac: «Ungleichheit hat leider eine lange Tradition»

Maxime Carmignac, Managing Director von Carmignac in Grossbritannien, will die Finanzbranche weiblicher machen und Investorinnen stärker ansprechen.

Beim Thema Geschlechtergleichstellung fängt Maxime Carmignac Feuer. Die Managing Director des gleichnamigen Vermögensverwalters weiss, dass sie in ihrer Position eine von wenigen ist. Das will sie ändern, mahnt aber gleichzeitig zur Geduld. «Die Veränderungen passieren nicht über Nacht», sagt Carmignac. Ausdauer hat sie genug. Das zeigt sich auch im langfristigen Fokus des Familienunternehmens, das seit jeher auf Langfristigkeit fokussiert und von überstürztem Wachstum wenig hält.

Frau Carmignac, wie gross ist der Frauenanteil bei ­Carmignac?
Geht es um Schlüsselpositionen, so werden unsere zwei grössten Fonds, Carmignac Patrimoine und Carmignac Sécurité, von Frauen co-geführt. Damit sind sie für nahezu zwei Drittel aller verwalteten Vermögen verantwortlich. Das ist ausserordentlich für die Branche. Aber ich muss eines klarstellen: Wir haben diese Frauen nicht eingestellt und befördert, weil sie Frauen sind. Sie sind schlicht die Besten für den Job. Wer sich durch Leistung auszeichnet, kommt weiter. Und nur so. Auf diesen meritokratischen Ansatz sind wir stolz. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?