Unternehmen / Finanz

Cembra verarbeitet die Krise zügig

Analyse | Die Konsumkreditbank hat im ersten Halbjahr wie erwartet weniger verdient. Die Zeichen stehen jedoch auf Erholung. Die Aktien gewinnen deutlich.

Auf den ersten Blick ist es ein Halbjahr zum Vergessen. Cembra hat in den ersten sechs Monaten des Jahres die volle Ladung Corona zu spüren bekommen. Die Nachfrage nach Konsumkrediten und Fahrzeugfinanzierungen brach ein, die Kreditkartenvolumen fielen im April um über ein Drittel.

Getrübte Konsumentenstimmung und die Einschränkungen durch den Lockdown liessen die Ertragsbasis bröckeln. Dass die Kunden in den Lebensmittelgeschäften 40% mehr mit Kreditkarten umsetzten, war nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Der Gewinn sank zum Vorjahr um 6%.

Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Cembra ist resistenter als gedacht. Beispielsweise beim Zinsertrag. Wegen der Integration der Konkurrentin Cashgate stieg er um 22%. Wie Finanzchef Pascal Perritaz anlässlich der Bilanzpräsentation am Donnerstag allerdings ausführte, legte der Zinsertrag auch um die Akquisition bereinigt um 1% zu. Und das mitten in der Krise. Dieser Text ist für Abonnentinnen und Abonnenten reserviert. Digital 5 Wochen ab CHF 20.– Jetzt testen Bereits abonniert?